"Am Ende siegt die Natur"

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Nicht nur in der Biologie, auch in der Kultur gibt es eine Evolution. Über diese referierte nun im Dorftreff Lindenstruth Dr. Gernot Seyfert.

Nicht nur in der Biologie, auch in der Kultur gibt es eine Evolution. Über diese referierte nun im Dorftreff Lindenstruth Dr. Gernot Seyfert.

Seyfert umriss die sich in Schritten von Jahrtausenden langsam vollziehende kulturelle Entwicklung, die sich vor etwa 50 000 Jahren rapide beschleunigte. Weiterer Antrieb war vor 12 000 Jahren die Erfindung von Ackerbau und Viehzucht. Aus Gruppen oder Horden schweifender Jäger und Sammler wurden sesshafte Stämme. Diese grenzten sich voneinander ab, indem sie zu Staaten und Staatsvölkern wurden, ihr Wissen immer stärker anwuchs, zunächst mündlich und später schriftlich weitergegeben wurde. Ein Ende dieser Entwicklung ist heute im Zeichen der Digitalisierung der Lebenswelt nicht absehbar.

Im Rahmen der rasanten Entwicklung verwies der Referent auf die Zunahme des Plastikmülls in den Weltmeeren, der auch in der Nahrungskette deutlich wird, sowie der massive Einsatz von Glyphosat und auch der alarmierende Rückgang der Insekten mit unabsehbaren Folgen. "Am Ende siegt die Natur, denn der Planet braucht uns nicht und würden wir verschwinden, verlöre das Universum so gut wie nichts", sagte Seyfert. Die Heimatgeschichtliche Vereinigung war Gastgeber des Vortrags.

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