"Ein Tor zur Welt öffnet sich": Am 29. Dezember 1869 trifft die erste Eisenbahn in Reiskirchen ein. REPROFOTO: LA
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"Ein Tor zur Welt öffnet sich": Am 29. Dezember 1869 trifft die erste Eisenbahn in Reiskirchen ein. REPROFOTO: LA

Als die Eisenbahn nach Reiskirchen kam

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Reiskirchen(la). "Ein Tor zur Welt öffnet sich": Dieses Gefühl kam am 29. Dezember 1869 in Reiskirchen auf. So jedenfalls hat es Gustav Ernst Köhler in seinem Buch über "Die Geschichte von Reiskirchen in Oberhessen" beschrieben, als seinerzeit der erste Eisenbahnzug im Bahnhof in Reiskirchen einfuhr.

Ein Fahrplan wies aus, dass die Bahn täglich um 7.05, 10.36 und 4.10 Uhr (gemeint ist 16.10 Uhr) von Grünberg kommend nach Gießen fuhr. Es waren "gemischte Züge", die dem Fracht- und Personenverkehr dienten. Es gab drei Klassen. Ähnlich war damals auch der Fahrplan von Gießen nach Grünberg gestaltet. Die Oberhessische Eisenbahn nahm ihren Dienst auf.

In diesem Jahr sollte nun das 150-jährige Bestehen der heutigen Vogelsbergbahn an verschiedenen Haltepunkten gefeiert werden. Für den 30. August war ein Aktionstag zum Jubiläum geplant. Die Heimatgeschichtliche Vereinigung (HGV) Reiskirchen hatte im Bahnhof von Saasen eine Ausstellung mit vielen Fotos und Informationen geplant. Die Ausstellung sollte dann wenige Tage später zum "Tag des offenen Denkmals" im Hirtenhaus in Reiskirchen gezeigt werden. Daraus wird nichts.

Die Gemeinde Reiskirchen, die sich ebenfalls an dem Aktionstag beteiligen wollte, teilte der HGV unterdessen mit, dass der Aktionstag aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt und auf das kommende Jahr verschoben wird. Ein Treffen zur weiteren Planung soll voraussichtlich nach den Sommerferien stattfinden.

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