Einziger Verein im Dorf begeht Jubiläum

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Im 68-Seelen-Dorf Bollnbach herrschte am Wochenende gewissermaßen der Ausnahmezustand. In dem am Fuße des Wirbergs gelegenen Dorf feierte der einzige Ortsverein, die "Heimatfreunde Bollnbach", sein 35-jähriges Bestehen. Infolge der großen Besucherzahl an beiden Tagen waren mehr Auswärtige als Einheimische im Ort.

Im 68-Seelen-Dorf Bollnbach herrschte am Wochenende gewissermaßen der Ausnahmezustand. In dem am Fuße des Wirbergs gelegenen Dorf feierte der einzige Ortsverein, die "Heimatfreunde Bollnbach", sein 35-jähriges Bestehen. Infolge der großen Besucherzahl an beiden Tagen waren mehr Auswärtige als Einheimische im Ort.

Hinter dem Vereinsheim "Schäferhaus" hatte man auf dem Umfahrungsstreifen zwei Zelte aufgebaut. Am Samstag sorgte Alleinunterhalter Hermann Wolf für einen stimmungsvollen Abend.

120 Besucher beteiligten sich am Sonntagvormittag an einem Zeltgottesdienst. Beim Frühschoppen gab es infolge der vielen Spender über zwei Stunden Freigetränke. Am Nachmittag war der Posaunenchor zu hören, in loser Formation trat eine Bläsergruppe auf, und Biergartenwirt sowie Ehrenvorsitzender Klaus Römer sorgten in bewährter Weise für musikalische Klänge. Als Überraschung hatte dieser das befreundete Sängerduo Mario Ulrich und Martin Eckhardt engagiert, die mit volkstümlichen Schlagern das Publikum erfreuten. Mitglieder und Freunde des Vereins hatten über 20 Kuchen gebacken. Kinder freuten sich über eine Hüpfburg.

Am späten Abend und am frühen Montagmorgen hatten der Verein und Mitarbeiter der Zeltverleihfirma eine logistische Feinarbeit zu leisten. Aus verkehrstechnischen Gründen mussten die Zelte bis 7 Uhr zurückgebaut sein. "Hat alles bestens geklappt, wir haben den Gästen, Helfern und Spendern zu danken", meinte Heimatfreunde– Vorsitzender Jörg Hammer am Ende.

Aus dem Gründungsprotokoll ist zu entnehmen, dass auf Initiative von Klaus Römer am 2. November 1983 in der Saasener Gaststätte "Zur Traube" der Verein ins Leben gerufen wurde. Römer betonte, dass nach dem Wasserfest 1952 zunächst keine Veranstaltungen mehr in dem damals 78 Einwohner zählenden Dorf stattgefunden hätten. Im August 1983 sei dann erstmals nach längerer Zeit in der Gerätehalle der Familie Wilhelm Müller ein Dorffest veranstaltet worden.

Als erste Maßnahme wurde ab 28. Mai 1984 in der Dorfmitte mit dem Aufmauern des früher für die Dorfbewohner wichtigen, zur Trink- und Brauchwassergewinnung genutzten, Dorfbrunnens begonnen und in unmittelbarer Nähe eine Linde gepflanzt. Später veranstaltete man Brunnenfeste auf dem Hof der Familie Kauß. Ein erster Höhepunkt war die Ausrichtung der Dorfkirmes im Juli 1984 in der Maschinenhalle von Artur Schmitt.

Im Laufe der Jahre wurde man in vielen Bereichen tätig. Jedes Jahr am 30. Mai wird ein ganz besonderer Maibaum aufgestellt. An diesem sind Schilder angebracht, die, mit den jeweiligen dörflichen Anwesen bemalt und den entsprechenden Familiennamen beschriftet, als Orientierungshilfe für unkundige Dorfbesucher mit der Schilderspitze in die Richtung des betreffenden Hauses weisen.

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