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Die Ehrung der langjährigen Kommunalpolitiker. FOTO: US

Im Einsatz für Reiskirchen

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Reiskirchen(us). Zwei Frauen und sechs Männer wurden nun von der Gemeindevetretung für langjähriges kommunalpolitisches Engagement besonders geehrt. Zusammengerechnet kommen sie auf 250 Jahre Tätigkeit in Ortsbeiräten, Gemeindevertretung und Gemeindevorstand. "Sie haben Ihre Freizeit nicht geopfert, Sie haben sie investiert", betonte Michal Seipp-Wallwaey, der Vorsitzende der Gemeindevertretung, in seinen Dankesworten.

Ausgezeichnet wurden Werner Döring, Heidrun Müller, Manfred Schmitt (Saasen), Armin Hofmann, Angelika Gössl, Torsten Pfeiffer, Heiko Polzin und Reinhard Strack-Schmalor.

Döring zog 1993 erstmals in den Ortsbeirat Bersrod ein. Dort ist er bis heute tätig. Zudem war er zwischen 2000 und 2016 abwechselnd in Gemeindevertretung und Gemeindevorstand vertreten. Ihm wurde der Titel Ehrenortsbeiratsmitglied verliehen. Die gleiche Ehre wurde Heidrun Müller zuteil, die seit 1997 dem Ortsbeirat Lindenstruth angehört und von 2001 bis 2006 in der Gemeindevertretung saß.

Bis ins Jahr 1977 reicht das Engagement von Manfred Schmitt zurück. Damals wurde er Gemeindevertreter. Diese Aufgabe nahm er zusammengerechnet zwölf Jahre lang wahr. Auf 34 Jahre summiert sich sein Einsatz im Ortsbeirat Saasen, aus dem er in diesem Jahr ausschied. Nun ist er Ehrenortsbeiratsmitglied. Gleiches gilt für Armin Hofmann, der seit 1997 kommunalpolitisch tätig ist. Er kommt auf zusammengerechnet 15 Jahre in der Gemeindevertretung. Dem Ortsbeirat Bersrod gehört er seit nunmehr 22 Jahren an.

Zur Ehrengemeindevertreterin wurde Angelika Gössl ernannt. Sie sitzt seit 2006 in der Gemeindevertretung und gehört seit 1997 dem Ortsbeirat Lindenstruth an. Der neue Ehrengemeindevertreter Torsten Pfeiffer wurde 1997 ins Parlament gewählt, dem er von 2004 bis 2011 vorsaß. Zudem engagierte er sich von 1993 bis 1997 im Ortsbeirat Saasen. Für sein Wirken in der Gemeindevertretung seit 1997 wurde Heiko Polzin zum Ehrengemeindevertreter ernannt. Ebenso Reinhard Strack-Schmalor, der seit 1997 im Parlament sitzt und davor vier Jahre lang dem Ortsbeirat Ettingshausen angehörte. "Wir machen die Arbeit für Reiskirchen", sagte er und stellte die skeptische Frage, ob auch künftig noch Menschen für ein kontinuierliches Engagement in der Kommunalpolitik bereit sein werden. Der zunehmend raue Ton im öffentlichen Diskurs bereite ihm Sorgen.

Auch Seipp-Wallwaey ging auf Politiker-Beschimpfungen nicht zuletzt in den sozialen Medien ein. "Diese Leute müssen erstmal zeigen, dass sie es besser können", bemerkte er. Nachhaltig beschäftigt hat ihn die Kontroverse um die Langsdorfer Höhe in der Nachbarstadt Lich. Man müsse daraus lernen und verstärkt auf eine ausreichende Information der Bürger achten. Allen Parteien wünschte er mit Blick auf die Kommunalwahl 2021 viel Erfolg bei der Listenaufstellung. Seine Devise: "Nur wenn wir uns selbst begeistern, können wir auch andere begeistern."

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