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»Dolles« Saasen - Hessenschau dreht im Reiskirchener Ortsteil

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Von: Manfred Schmitt

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pad_saasen1_030721_4c © Patrick Dehnhardt

Die »Dolles-Dorf«-Trommel der »Hessenschau« war schon eingestaubt: Nun gab es nach pandemiebedinger Pause den perfekten Neustart - in Saasen.

Susanne Becker saß am Donnerstagabend vor dem Fernseher und schaute »Hessenschau«. Zum ersten Mal seit 1, Oktober 2020 tauchte darin die »Dolles-Dorf«-Lostrommel auf. Als Reporter Jens Kölker eine Karte zog und »Saasen« vorlas, dachte sie noch »ach«. Als er hinzufügte »Ortsteil von Reiskirchen« dachte sie: »Ja, das stimmt.« Erst Sekunden später machte es Klick, erzählt sie einen Tag später. Die Überraschung ist gelungen.

Am Freitag steht Becker dem Fernsehmoderator in der Bücherei der evangelischen Kirchengemeinde Veitsberg/Saasen gegenüber, schildert vor der laufenden Kamera von Marcus Bär das Konzept der Einrichtung.

Fast genauso aufgeregt wie Becker ist der Hessenschau-Reporter. »Ich habe das ewig nicht mehr gemacht«, blickt Kölker auf eine neunmonatige »DoDo«-Pause zurück. Eigentlich war er für den Außendreh am 10. Oktober vorgesehen. Doch wegen steigender Pandemiezahlen fiel dieser ins Wasser.

Nun wagt die »Hessenschau« den Neustart - mit einer kleinen Panne: Als Kölker am Donnerstagabend die Trommel dreht, ist die Klappe offen. Zwei Karten fallen heraus. Schnell kommen diese wieder in die Lostrommel - und Saasen wird gezogen.

Pandemiebedingt ist alles ein bisschen anders. Normalerweise gibt es einen Begrüßungsabend im Dorfgemeinschaftshaus, sammelt das Fernsehteam dabei Ideen aus dem Dorf. »Geht derzeit nicht«, sagt Kölker. Zum Glück war Saasen mit Ortsvorsteher Manfred Schmitt vorbereitet: Bevor das Fernsehteam eintraf, hatten er, Silvana Kamenik sowie Michael Nachtigall bei allen Interessengruppen und Akteuren im Dorf abgefragt, was derzeit möglich sei. Als am Donnerstag um 21.45 Uhr das Fernsehteam eintraf, lagen 15 Ideen auf dem Tisch. Am Ende fiel die Entscheidung auf sechs Drehorte.

Gymnastik auf dem Sportplatz

Ein traditionelles Motiv blieb dabei außen vor: Das große Abschlussbild mit möglichst vielen Leuten aus dem Dorf ist derzeit nicht möglich. Das Kamerateam versucht zudem, Innendrehs zu vermeiden. In Saasen ist die Gemeindebücherei darum am Freitag die einzige Station »unter Dach« - alles andere findet im Freien statt. Zum Glück ist der Wettergott an diesem Tag ein Saasener.

Der Obst- und Gartenbauverein und der Gesangverein präsentieren dem Fernsehteam voller Stolz den vor Kurzem neu angelegten Ortseingang. Hingucker ist die aus einem Heuwender entstandene Sitzbank. »Franz Lichtblau, RAL 5012« stellt sich der zweite Vorsitzende des OGVs vor, gibt dann einen Einblick in die Arbeit des Vereins und wie diese in den vergangenen Monaten von Covid-19 geprägt wurde. »Die Zusammenkünfte fehlen«, sagt er.

Viele Dorfbewohner fanden sich während den Aufnahmen beim »singenden Biergartenwirt« Klaus Römer ein. Auf dem Sportplatz präsentierten 13 Damen der Gymnastikgruppe ihr Können.

Aus einem normalen Saasener Jahr ist das Bosseln nicht wegzudenken. Für das Kamerateam wurden die Kugeln ausgepackt, ging es hinaus auf die Feldwege. Auch die Guggenmusiker hatten ihren Aufritt, sind sie doch eines der Aushängeschilder des Reiskirchener Ortsteils.

Die Saasener erwiesen sich einmal mehr als gute Gastgeber: Irene Schmitt, die Frau des Ortsvorstehers, hatte für das Fernsehteam ein Mittagessen zubereitet. Coronakonform fand das Essen im Biergarten statt. Als das HR-Team am Abend Saasen verließ, bekam es noch Gastgeschenke mit auf dem Weg.

Der Beitrag wir am heutigen Samstag im Rahmen der Hessenschau (19.30 Uhr) gezeigt.

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pad_saasen2_030721_4c © Patrick Dehnhardt
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pax_1088gugge_030721_4c © Manfred Schmitt
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Biergartenwirt Klaus Römer sorgt für zünftige Musik. © Manfred Schmitt

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