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Die Gemeindeverwaltung ist eingerüstet, die Sanierungsarbeiten haben begonnen.

Dacharbeiten fast abgeschlossen

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Reiskirchen (pm). Für die Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung ist es laut geworden, auch bei den Besuchern bleiben die Umbaumaßnahmen nicht unbemerkt: Das Reiskirchener Rathaus wird saniert. Die Arbeiten am und im Gebäude in der Schulstraße sind momentan in vollem Gange.

An die Fassade wurde ein Baugerüst gestellt, innen sind einzelne Bereiche durch Schutzfolien abgetrennt. Das ganze Rathaus steckt quasi unter einer Lärmglocke, die durch permanentes Bohren und Hämmern verursacht wird. Da bleibt es nicht aus, dass das eine oder andere Telefonat abgebrochen werden muss, um es in einer ruhigeren Bauphase wieder aufzunehmen. Besucher müssen sich mitunter neu orientieren, da der ihnen bekannte Weg zu den Mitarbeitern nicht gleich erkennbar ist.

Vom Ober- bis ins Untergeschoss

Der jüngste Gebäudeteil der Gemeindeverwaltung ist inzwischen bald 50 Jahre alt. Der ältere Teil, in dem früher die Feuerwehr, Kindergarten, die Bürgermeisterei und eine Wohnung untergebracht waren, ist wahrscheinlich schon 100 Jahre alt oder noch älter. Zwar wurden bereits Teilsanierungen und kleinere Umbauten vorgenommen, doch insgesamt ist das Gebäude schon in die Jahre gekommen.

Neben der notwendigen Modernisierung müssen auch erhebliche bauliche und brandschutzrelevante Mängel in Angriff genommen werden. »Ein schnelles Handeln war nun unabdingbar, um die Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewährleisten und um die Bausubstanz an sich zu erhalten bzw. der Zeit anzupassen«, sagt Bürgermeister Dietmar Kromm.

Insbesondere die nach heutigem Standard erforderlichen energetischen Maßnahmen sowie die Modernisierung der Elektro- und EDV-Anlagen stünden im Vordergrund. Bei der Gelegenheit soll auch auf eine effizientere Raumaufteilung geachtet werden, um dem Platzbedarf des Personals gerechter zu werden und bisher nicht effektiv genutzte Flächen sinnvoller ausnutzen zu können. All dies wurde in mehreren Sitzungen der gemeindlichen Gremien diskutiert und letztlich zur Umsetzung verabschiedet.

Die ersten Planungen für die nun begonnene Sanierung wurden bereits im Jahre 2016 vorgenommen. Daraufhin wurde viel diskutiert, neu geplant, umgedacht, über den Haufen geworfen, bis dann 2019 durch die Gemeindevertreter ein Grundsatzbeschluss gefasst wurde.

Nach erneuten Verzögerungen in den beiden vergangenen Jahren war es nun endlich so weit. In einem ersten Schritt wurde mit der Sanierung des Daches begonnen; an einigen Stellen war es bereits so marode, dass im Gebäude Eimer aufgestellt werden mussten, um zusätzliche Wasserschäden im Gebäude zu vermeiden.

Jetzt werden sich die Handwerker vom Obergeschoss über die Mitteletage bis ins Untergeschoss durcharbeiten. Dies erfordere eine besondere logistische Herausforderung, erläutert Kromm. Man saniere schließlich im Bestand. Auch der gewohnte Service für die Bürger müsse trotz der schwierigen Umstände sichergestellt bleiben. Die oben liegenden Büros wurden in den vergangenen Tagen nach unten verlegt, ebenso EDV- und Telefonanschlüsse in provisorische Räume.

Nach Fertigstellung der obersten Etage werden die Büros wieder zurückverlegt, dann aber in moderne Räume. Diese Vorgehensweise wird während der kompletten Umbauarbeiten durch das ganze Gebäude beibehalten.

Rund 910 000 Euro sind für die Sanierung insgesamt vorgesehen.

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