Christliche Botschaft am Nikolaustag

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Reiskirchen(la). Es war ein Gottesdienst der besonderen Art, zu dem die evangelische Kirchengemeinde Hattenrod am zweiten Advent in die Kirche eingeladen hatte. Da der 6. Dezember auf einen Sonntag fiel, stand Bischof Nikolaus im Mittelpunkt der Orgelvesper.

In der evangelischen Kirche wird die Heiligenverehrung der römisch-katholischen Kirche als unbiblisch abgelehnt. Welche Ausstrahlung einer der beliebtesten Heiligen heute noch hat und welche zahlreichen Legenden sich um ihn ranken, das wurde mehrfach deutlich. Dargeboten wurde die Volksweise "Lasst uns froh und munter sein" von Anja Martiné und Katja Oetinger. "Präludium g-moll (Felix Mendelssohn- Bartholdy), "Andante" (Robert Führer), "Morgen kommt der Weihnachtsmann" (Johann Christoph Friedrich Bach) oder "Ich hör ihn, ich hör ihn" (aus England) waren neben "Tochter Zion" weitere Lieder, die von der Empore erklangen.

Seit etwa dem 17. Jahrhundert bekam der Nikolaus einen Helfer, den Knecht Ruprecht", quasi als Gegenpol zu dem stets guten Nikolaus, der dann eher für die unangenehmen Dinge zuständig war, Kinder zu ermahnen und mit der Rute zu bedrohen. Nach den Worten von Dekan Norbert Heide lehnte Martin Luther den Kult um den Nikolaus ab, da auch ihm die Heiligenverehrung zuwider war, ließ aber den Brauch in seiner Familie noch einige Zeit zu.

Für den Dekan ist Nikolaus ein leuchtendes Beispiel für das, "was wir auch tun sollten". Die Freude, die Menschen einander schenkten, kehre mehrfach in das eigene Herz zurück. Das sei die christliche Botschaft am Nikolaustag. Daher seine Bitte: "Sei ein Nikolaus oder eine Nikolausin". Die Botschaft, Gutes zu tun, habe ihre uneingeschränkte Bedeutung nicht verloren. So könne man die Erinnerung an den Heiligen bewahren und an viele Menschen weitergeben. Zu den Mitwirkenden gehörten neben Heide noch Präses Elke Sézanne, Pfarrer Christian Stiller, Dekanatskantorin Martiné und Katja Oetinger (Gitarre).

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