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Erzieherinnen der »Sternschnuppen-Gruppe« des KiFaZ Anne Frank in Reiskirchen zeigen am Welt-Down-Syndrom-Tag bunte Socken. In der Mitte der kleine Paul, dessen Eltern mit viel Engagement Vorurteilen bezüglich Trisomie 21 entgegentreten.

Bunte Socken als Zeichen der Vielfalt

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Reiskirchen (pm). Bunte und vor allem unterschiedliche Socken an den Füßen von Kindern und Erzieherinnen machten zu Wochenbeginn im Kinder- und Familienzentrum Anne Frank auf ein besonderes Datum aufmerksam. Am 21. März wird der Welt-Down-Syndrom-Tag begangen. Weltweit war deshalb zur Sockenaktion aufgerufen worden. »Mit ihr sollen die menschliche Einzigartigkeit, Individualität und natürlich auch die Vielfalt gefeiert werden«, heißt es in einer Pressemitteilung der Einrichtung, deren Träger die Lebenshilfe Gießen ist.

Wie KiFaZ-Leitung Birgit Klein erläutert, sollten die bunten Socken aber auch ein Zeichen der Solidarität für Menschen mit Down-Syndrom und ihre Familien sein und zur allgemeinen Sensibilisierung beitragen.

Der Aktionstag fand auch in den sozialen Netzwerken, wo viele Personen ihre bunten Socken bildlich festhielten, großen Anklang. Bereits im Vorfeld hatte das inklusive Kinder- und Familienzentrum Engagement bewiesen und gemeinsam mit den Eltern des kleinen Paul, der seit letztem Jahr eine Krabbelgruppe in Reiskirchen besucht, Hinweisplakate zum Thema aufgehängt. Sie zeigen den Zweijährigen, der, wie seine Bezugserzieherin Alisa Bechthold betont, »die Krabbelgruppe und den Kindergartenalltag mit seinem Charme bereichert«.

Plädoyer gegen Schubladendenken

Pauls Eltern unterstreichen, dass sie mit dem Konterfei ihres Sohnes der Trisomie 21 ein weiteres Gesicht geben wollten, um für mehr Akzeptanz und Toleranz zu werben. Es gehe darum, das Recht auf Individualität eines jeden Menschen zu unterstreichen, egal ob mit oder ohne Behinderung. In einem Satz, der auch auf dem T-Shirt von Paul abgedruckt war, brachten die Eltern den Kampf gegen Vorurteile auf den Punkt: »In Schubladen gehören Tupperware oder Süßigkeiten, aber gewiss keine Menschen.«

Im inklusive Kinder- und Familienzentrum Anne Frank finden Kinder mit und ohne Behinderung im Alter von ein bis sechs Jahren ein umfassendes Betreuungs- und Förderangebot. Insgesamt bestehen aktuell sechs Gruppen zur Kinderbetreuung. Darüber hinaus bietet das Zentrum Angebote zur individuellen Entwicklungsförderung an, etwa Logo- und Ergotherapie.

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