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Belcanto: Name ist Programm

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Von: Siglinde Wagner

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Der Chor Belcanto unter der Leitung von Rainer Geitl begeistert beim Jubiläumskonzert mit großer Bandbreite. © Siglinde Wagner

Reiskirchen/Buseck (siw). Die Freude darüber, im Jubiläumsjahr zum 125. Geburtstag des Gesangvereins Sängerkranz Bersrod nun doch noch ein Konzert geben zu können, war den Mitgliedern von Belcanto ins Gesicht geschrieben. Belcanto bedeutet »Schöner Gesang«, der Name ist Programm. Als »Hausherr« der Beuerner Kirche sprach Pfarrer Stefan Becker einen Willkommensgruß, der Chor unter der Leitung von Rainer Geitl tat dies gesanglich in einer überraschend frisch-fröhlichen Weise.

Die Auswahl des Auftrittsrepertoires spiegelte die große Bandbreite des Chors wider. Bei Schlagern wie »Wunder geschehn« von Nena, Evergreens von Bobby Hebb (Sunny) und Leonard Cohen (Halleluja) und »Colours Of The Wind« aus Pocahontas gelang es dem Chor bestens, die verschiedenen Charaktere der Stücke mit einer nuancierten Interpretation herauszustellen. Überaus sensibel wurde »Santo«, ein Gospel von Tore W. Aas, vorgetragen.

Verein geht mutig voraus

»Ich bin überwältigt, nach so langer Zeit wieder einen Chor hören zu dürfen. Die Gemeinde ist stolz auf unseren Sängerkranz Bersrod«, sagte Bürgermeister Dietmar Kromm.

»Es ist uns eine große Freude mit unserem Chor Sonare hier und heute mitwirken zu dürfen«, erklärte Karin Diehl, die Vorsitzende der Bruderkette Beuern, nachdem die Gastgeber mit drei wunderbaren Darbietungen unter der Leitung von Verena Schmitz das Konzert bereichert hatten. Sie übergab an Otto Armstroff, den Vorsitzenden des Sängerkranz Bersrod, ein Körbchen, dessen Inhalt die Proben versüßen soll. Mit der Ankündigung zu einem Orgelspiel von Thomas Diehl überraschte sie zudem mit einem akustischen Präsent. Adelheid Armstroff hielt Rückblick auf die Meilensteine in der 125-jährigen Vereinsgeschichte. Sie dankte Rainer Geitl, »der seit 2000 den Weg von einem traditionellen Gesangverein zu einem modernen Chor mit uns gegangen ist«.

Der Sängerkranz Bersrod sei seit Beginn der Pandemie der erste Verein, dem der Hessische Sängerbund wieder Glückwünsche überbringen kann, so Präsidiumsmitglied Walter Krimmel. »Sie sind mutig vorausgegangen und haben ihr Jubiläum mit einem Konzert gewürdigt.« Er überreichte die Ehrenurkunden des Deutschen Chorverbandes und des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst. Die Ehrenurkunde des Lumdatal-Sängerbundes überbrachte Georg Teubner-Damster.

»Chöre sind der Kit der Gesellschaft, das gilt besonders für die ländlichen Regionen«, betonte Ortsvorsteher Eric Gerhardt. Niklas Frei gratulierte für die Ortsvereine.

Mit »Segne uns am Abend« und »Über den Wolken« als Zugabe entließ der Chor ein zufriedenes und dankbares Publikum. Bei den Sängerinnen und Sängern machte sich indes Erleichterung breit: Sie hatten es trotz der eingeschränkten Proben geschafft, ihrem Namen wieder alle Ehre zu machen.

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