Naht das Ende der Dauerbaustelle in Ettingshausen?	FOTO: US
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Naht das Ende der Dauerbaustelle in Ettingshausen? FOTO: US

Baustelle wohl einfach vergessen

  • Ursula Sommerlad
    vonUrsula Sommerlad
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Reiskirchen (us). Die Anwohner der Rathausstraße in Ettingshausen wundern sich seit Wochen. Bereits Anfang Oktober wurde vor dem Haus Nr. 48 der Bürgersteig aufgerissen. Aufgrund von Arbeiten der Telekom, wie die Nachbarn erfahren haben wollen. Seither steht hier eine Sperre. Alle Passanten, die vorbei wollen, müssen auf die zu Stoßzeiten viel befahrene Ortsdurchfahrt ausweichen.

Das galt auch für die Schulkinder, ehe sie im Dezember erst in die Weihnachtsferien und dann in den Lockdown geschickt wurden. Die Ettingshäuser Grundschule liegt nicht weit von der Dauerbauerstelle entfernt. »Da passiert überhaupt nichts«, monierte auch Wilfried Jox, der schließlich zum Hörer griff, um sich bei der Zeitung zu beschweren. Er wohnt gegenüber und hat immer wieder beobachtet, wie Kinder auf die Fahrbahn ausweichen mussten, weil der Parkstreifen direkt vor der Baustelle zugeparkt war. Auch für ältere Menschen sei die Situation gefährlich, moniert Jox, der dem Seniorenbeirat angehört. Er habe sich bereits an die Gemeindeverwaltung gewandt, aber auch dort habe man ihm nicht weiterhelfen können.

Naht jetzt das Ende der Dauerbaustelle? Das stellt jedenfalls die Telekom in Aussicht. Auf Nachfrage dieser Zeitung kündigte Sprecher George Stephen McKinney an, dass die Baugrube bis spätestens kommenden Montag verfüllt und gepflastert werden soll.

Bedauern bei der Telekom

Bei der Angelegenheit, die in Ettingshausen für Kopfschütteln sorgt, handelt es sich offenbar um ein Versehen. »Ich habe mit Hilfe meiner Technik-Kollegen vor Ort herausgefunden, dass eine Firma in unserem Auftrag in der Rathausstraße 48 eine Netz-Erweiterung vorgenommen hat«, schreibt McKinney. Ganz offensichtlich sei im Nachgang die Verfüllung der Baugrube leider vergessen worden. Der Auftragnehmer habe nun zugesagt, die Baugrube schnellstmöglich zu schließen. »Wir bedauern die gegebenenfalls dadurch entstandenen Unannehmlichkeiten für alle Beteiligten und bitten bis dahin noch um ein wenig Geduld und Verständnis«, schreibt der Telekom-Sprecher. »Klarerweise hätten auch wir uns einen reibungsloseren Ablauf der Arbeiten gewünscht.«

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