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Die CDU will jungen Familien ermöglichen, in Reiskirchen zu bauen, und dort auch wohnortnahe Kita-Plätze schaffen.

Baugebiete, Umwelt, Digitalisierung

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Reiskirchen (pm). Nach vielen Beratungen per Video und Telefon hat die CDU Reiskirchen ihr Wahlprogramm einstimmig verabschiedet. Zentrale Themen sind laut Vorsitzendem Tobias Breidenbach die zügige Entwicklung von Baugebieten, bedarfsgerechte Kitas, Aufforstung des Waldes und die Digitalisierung in Reiskirchen.

»Die letzten Jahre haben gezeigt, dass Reiskirchen im Vergleich zu anderen Kommunen in einigen Bereichen leider Nachholbedarf hat. Gerade für junge Menschen und ihre Familien brauchen wir ein Angebot, in der Gemeinde bauen zu können«, erklärt der Vorsitzende. Die CDU setze deshalb auf private Investoren, die nach Vorgaben und in Absprache mit der Gemeinde Baugebiete zügiger entwickeln sollen. Dies gelte auch für Gewerbeflächen. Aktive Unterstützung der heimischen Unternehmen bedeute auch, ihnen die Möglichkeit zu geben, sich zu erweitern und nachhaltig zu entwickeln. »Auch im Hinblick auf die aus dieser Entwicklung resultierenden Steuereinnahmen muss die Entwicklung von Wohnbau- und Gewerbegebieten in den dafür vorgesehenen Bereichen endlich Priorität in der Gemeinde haben«, sagt Breidenbach.

Damit zusammen hängt aus Sicht der CDU der bedarfsgerechte Ausbau der Kindertagesstätten. Claudia Bast, Mitglied im Sozial- und Kulturausschuss, erklärt, Ziel sei es, allen Kindern ein möglichst wohnortnahes Betreuungsangebot in modern eingerichteten Kitas mit gut ausgebildetem Personal bieten zu können. Wo Baugebiete entwickelt werden, müsse man die Kita-Situation in den Blick nehmen, dürfe vor Neubauten nicht zurückschrecken.

Wald nachhaltig aufforsten

Ein weiterer Punkt im Wahlprogramm ist der Natur- und Umweltschutz. Hier setzen die Christdemokraten vor allem beim gemeindlichen Wald an. Dieser sei nicht nur Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, sondern erfülle auch die wichtige Naherholungsfunktion. Ziel müsse es sein, den Wald nachhaltig aufzuforsten, sagt Fraktionsvorsitzende und Spitzenkandidatin Petra Süße. Für die gemeindeeigenen Feldwege und Gräben sollen Pflegekonzepte in Absprache mit Landwirten, Jagdgenossenschaften und dem Bauhof erstellt werden, um ein gemarkungsübergreifendes Biotopverbundsystem zu schaffen, »welches im Landkreis beispielhaft sein wird«.

Ein Zukunftsthema, dem sich die CDU nicht zuletzt in einem Antrag an die Gemeindevertretung gewidmet hat, ist die Digitalisierung Reiskirchens. Die Corona-Pandemie habe gezeigt, dass schnelle Internetleitungen heute zu den wichtigsten Standortfaktoren gehören. Ziel der Christdemokraten sei eine Gemeinde mit Glasfasernetz und ohne Funklöcher. Weitere Punkte sind der Ausbau des ÖPNV und die Stärkung des Ehrenamtes. Bei diesen Punkten bedürfe es einer intensiven Beteiligung der Ortsbeiräte und einer guten Zusammenarbeit über Partei- und Fraktionsgrenzen hinweg.

Außerdem bekennen sich die Christdemokraten zum Bau der Ortsumgehung Reiskirchen und hoffen, dass »diese endlose Geschichte endlich vorankommt und das Verfahren vor den Gerichten entschieden wird«.

Das Programm wurde in einer Videokonferenz einstimmig verabschiedet und ist unter ww.cdu-reiskirchen.de zu finden. Auch über die sozialen Medien will die CDU auf ihr Programm und ihre Kandidaten aufmerksam machen.

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