Baugebiet in weiter Ferne

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Reiskirchen (la). Keine guten Nachrichten hatte der Burkhardsfeldener Ortsvorsteher Ingo Rühl vom geplanten Baugebiet "Beune" zu berichten. In der Ortsbeiratssitzung sagte er, dass es bei der Gemeinde keine Kapazitäten gebe, um die Planungen in diesem Jahr in Auftrag zu geben. Dort habe die geplante Erweiterung der Firma Weiß in Lindenstruth Vorrang.

Eine mögliche Planung für die Erschließung des Baugebietes "Beune" soll daher erst im nächsten Jahr beauftragt werden. Das sorgte bei einigen Ortsbeiratsmitgliedern für Unverständnis. Man warte seit mehr als zehn Jahren auf die Erschließung des Baugebietes. Dass die Firma Weiß ein gewisses Maß an Priorität genieße, sei durchaus verständlich, jedoch verliere man hier nach Auffassung der Ortsbeiratsmitglieder die Interessen von privaten Bauherren und Einwohnern total aus den Augen. Interessenten für einen Bauplatz in Burkhardsfelden existierten nach wie vor.

In diesem Zusammenhang wurde nachgefragt, was aus der Erstellung einer Interessentenliste für einen Bauplatz im Neubaugebiet geworden sei. So ließe sich erfahren, ob die geplanten sechs bis acht Grundstücke ausreichend seien oder ob sogar größer geplant werden sollte. Das Gremium forderte daher, schnellstmöglich solch eine Liste anzufertigen. Danach solle nach Wunsch des Ortsbeirats die Erschließungsplanung noch in diesem Jahr ausgeschrieben werden.

Ein Interessent für einen Bauplatz fragte nach, wie lange er noch warten müsse. Der Erste Beigeordneten der Gemeinde, Dr. Thomas Stumpf, sagte, dass nach derzeitigem Stand nicht mit einem Baubeginn vor 2021 gerechnet werden könne.

Rühl berichtete, dass in der Wasserstraße nun Parkplatzmarkierungen aufgebracht wurden. Im vorderen Bereich der Wasserstraße auf Höhe der Hausnummern 45 und 47 wurden keine Parkplätze markiert, da die Restbreite des Gehwegs nach Aussage des Ordnungsamtes nicht ausreiche. Laut Aussage des Ordnungsamtes müsse ein Gehweg eine Restbreite von 1,50 Meter für Fußgänger haben. Hierzu merkte Bernd Debus an, dass auch im weiteren Verlauf der Wasserstraße Parkplätze markiert wurden, deren Größe eine Restbreite des Gehwegs von nur 1,30 Meter verursacht hat. Daher sei er der Auffassung, eine Parkplatzmarkierung auf Höhe der Hausnummern 45 und 47 solle nochmals geprüft werden. Dieser Auffassung schlossen sich alle Ortsbeiratsmitglieder an.

Ein Nachmessen durch Ortsvorsteher Rühl ergab bei Hausnummer 45 eine Restbreite von 2,85 Meter und vor Hausnummer 47 von 2,50 Meter des Gehwegs. Der Ortsvorsteher informierte in diesem Zusammenhang darüber, dass die bereits vorhandenen Parkplätze im Bereich der Hauptstraße nachgezeichnet werden sollen.

Die neu geschaffenen Parkplätze an der Alten Schule sollen mit einer Beschilderung versehen werden, dass diese vorrangig für Besucher der Alten Schule sowie für Besucher der Kindertagesstätte vorgesehen sind. Mehrheitlich sprach sich das Gremium für die Abschaffung der Gedenkfeier zum Volkstrauertag auf dem Friedhof aus und richtet sich an dieser Stelle an die Gemeindeverwaltung mit der Idee, stattdessen einen alternativen Feiertag mit einer gemeindlichen Veranstaltung zur Erinnerung an Opfer von Krieg und Gewalt ins Leben zu rufen.

Zudem erneuerte der Ortsbeirat seine Kritik an der mobilen Rollstuhlrampe an der Alten Schule. Diese sei für die eigentliche Zielgruppe - Alte und Behinderte - zu schwer, um sie zu bedienen.

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