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Dekan Hans-Theo Daum, Pfarrerin Ursula Wendt, Irmgard Kutscher, Lisa Weingärtner (Posaunenchor), Pfarrer Steffen Becker und Edwin Frei gestalten den Gottesdienst.

Bald getrennte Wege

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Reiskirchen (la). Die Kirchengemeinden Winnerod-Bersrod und Saasen-Veitsberg bilden ein Kirchspiel. Bald ist dies Vergangenheit. Im Gottesdienst am Sonntagnachmittag in der Kirche von Winnerod stand die Auflösung der pfarramtlichen Verbindung zum 31. Dezember im Mittelpunkt.

Pfarrerin Ursula Wendt (zuständig für Veitsberg-Saasen) und Pfarrer Stefan Becker (zuständig für Winnerod-Bersrod) gestalteten den Gottesdienst zusammen mit dem Posaunenchor Winnerod, Edwin Frei (Saasen), Irmgard Kutscher sowie Petra Frey (beide Bersrod). Alle betonten immer wieder die gute Zusammenarbeit der bisherigen Kirchengemeinden. Sie bedauerten die Trennung, verwiesen aber auch auf eine hoffnungsvolle Zukunft.

Pfarrerin Wendt und Pfarrer Becker sprachen von einem ungewöhnlichen Anlass. Es sei Gutes und Schönes geschehen, das man auch in die Zukunft mitnehmen sollte. Es falle den Menschen sicherlich schwer, wenn sich etwas verändere. Daher komme der Erinnerung stets eine große Bedeutung zu. Unter der einhelligen Zustimmung und dem Beifall der Gottesdienstbesucher empfahl Pfarrer Becker dem anwesenden Dekan Hans-Theo Daum, das leer stehende Pfarrhaus als Dekanatssitz vorzusehen.

Für Irmgard Kutscher waren die gemeinsamen Fahrten zu der Kirchengemeinde Goleszow in Polen ein besonderes Erlebnis mit vielen neuen Eindrücken. Gemeinsame Gottesdienste und Weltgebetstage hätten großen Anteil an der positiven Zusammenarbeit beider Kirchengemeinden.

Edwin Frei, seit 2003 Mitglied im Kirchenvorstand Saasen, sah in dem Umzug des Pfarrbüros vom Pfarrhaus in Winnerod nach Saasen eine große Herausforderung, die gemeinsam konfliktlos bewältigt wurde. Ein weiteres positive Beispiel sei der Posaunenchor, der ehemals von Gemeindegliedern aus Bersrod und Winnerod ins Leben gerufen wurde. Inzwischen würden im Jugendbläserprojekt erfolgreich Kinder, Jugendliche und auch ältere Menschen an die Posaunenmusik herangeführt. Frei sprach die Hoffnung aus, dass trotz der Trennung auch zukünftig beide Gemeinden in Kontakt blieben und auch gegenseitig die Gottesdienste oder sonstige kirchliche Veranstaltungen besuchten.

Petra Frey erinnerte sich an den Konfirmandenunterricht, der in Saasen stattfand, aber auch an die Taufe eines ihrer Kinder in der Kirche in Saasen. Beide Kirchengemeinden fanden gemeinsame Unternehmungen immer wieder belebend.

Neue Strukturen notwendig

Dekan Daum sprach zunächst einmal allen Beteiligten großen Dank aus für die gute Zusammenarbeit. Die Situation der Veränderung bedeute stets etwas Spannendes, sei aber auch mit Fragezeichen verbunden und sicherlich auch mit einem Abschiedsschmerz.

Für den Ortsbeirat Bersrod sah Otto Becker in der Zusammenlegung von Kirchengemeinden keine leichte Aufgabe, die jedoch aber aufgrund von Veränderungen wie sinkender Mitgliederzahlen notwendig werde. Becker, auch ehemaliges Kirchenvorstandsmitglied, konnte sehr gut nachvollziehen, wie schwer die pfarramtliche Trennung der beiden Gemeinden falle und wünschte allen viel Kraft für die bevorstehenden Aufgaben.

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