"Arcinsys" statt Findbücher

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Reiskirchen(pm). "Die Aufgaben eines Archivs sind sehr vielfältig, da ist es wichtig, hierfür personell gut aufgestellt zu sein", wird Bürgermeister Dietmar Kromm in einer Pressemitteilung der Gemeinde zitiert. Deshalb habe man zügig eine Nachfolgerin für die in den Ruhestand verabschiedete Mitarbeiterin und eine weitere Mitarbeiterin, die zum 30. April ebenfalls ihren Dienst bei der Gemeinde beendet hat, eingestellt. Am 1. April hat nun Lea Palitsch ihren Dienst begonnen.

Ahnenforschung und Bauakten

Das Archiv sei keine reine Verwaltungseinrichtung, sondern ermögliche es allen interessierten Bürgern, über die Geschichte Reiskirchens mit seinen Ortsteilen zu recherchieren oder auch Ahnenforschung zu betreiben.

Besonders viele Anfragen erreichten das Archiv zu Personenstandsunterlagen des Standesamtes von Ahnenforschern und Erbenermittlern. Da Reiskirchen kein eigenes Standesamt mehr unterhalte, sondern diese Aufgaben im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit die Stadt Lich übernahm, würden die Personenstandsregister, deren Schutzfristen abgelaufen seien, inzwischen alle im Archiv aufbewahrt. Nur neuere Unterlagen befänden sich noch im Standesamt Lich, erklärt der Leiter des Fachbereiches Zentrale Verwaltung, Marc Krenschker. "Auch Bauakten von Gebäuden in Reiskirchen und den Ortsteilen sind ein beliebter Anlass zur Recherche; diese sind nahezu vollständig im Archiv", so der zuständige Fachbereichsleiter.

Zu den Aufgaben des Archivs zählten auch die Erfassung, Bewertung und Verzeichnung von Schriftgut zur Dokumentation von Verwaltungsabläufen der Gemeinde Reiskirchen sowie zur Geschichte aller acht Ortsteile. Darüber hinaus würden auch Unterlagen von Privatpersonen, Unternehmen, Verbänden, Vereinen und sonstigen Institutionen aus der Großgemeinde Reiskirchen ins Archiv aufgenommen, sofern sie einen Beitrag zur Dokumentation der Ortsgeschichte leisten.

Seit dem 1. Mai nutze die Gemeinde das Archivinformationssystem "Arcinsys Hessen". Mit diesem System könnten bislang in Papierform vorliegende, sogenannte Findbücher oder Finddateien wie etwa Tabellen in die Datenbank übernommen oder Verzeichnungen dort direkt eingegeben werden, sodass die Einträge über das Internet frei recherchiert werden können, erklärt Krenschker. Ein Link hierfür werde in Kürze auf der Homepage der Gemeinde platziert.

Das montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr geöffnete Archiv in der Schulstraße 13 ist telefonisch erreichbar unter 01 51 /65 49 82 65 oder per E-Mail an archiv@gemeinde-reiskirchen.de.

Es wird empfohlen, zunächst eine Anfrage per Telefon oder E-Mail zu stellen und sich anzumelden. Es sei dann auch möglich, einen Termin außerhalb der regulären Öffnungszeiten zu vereinbaren. Im Moment müssen zusätzlich die Covid-19-Einschränkungen beachtet werden.

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