Die Sichtverhältnisse sind schlecht, doch manche Autofahrer rasen trotzdem. FOTO: PM
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Die Sichtverhältnisse sind schlecht, doch manche Autofahrer rasen trotzdem. FOTO: PM

Raser im dichten Nebel

  • vonred Redaktion
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Gießen(pm). Mehrere Autofahrer sind am Sonntagnachmittag viel zu schnell im dichten auf der A 5 zwischen den Anschlussstellen Reiskirchen und Grünberg unterwegs gewesen. Beamte der Polizeiautobahnstation Mittelhessen hatten auf diesem Teilstück in Fahrtrichtung Kassel Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt.

Aufgrund der sehr schlechten Sichtverhältnisse an dem Nachmittag wurde auf dem Display der Verkehrszeichenanlage "80 km/h und Nebel" angezeigt. Die Polizeibeamten schätzten die Sichtweite auf etwa 100 Meter.

Innerhalb von zwei Stunden mussten die Beamten sieben Fahrer aus dem Verkehr ziehen. Der "Spitzenreiter", ein 38 Jahre alter Mann aus Niestetal, wurde mit seinem Pkw mit 129 Kilometer pro Stunde geblitzt. Auf ihn kommt ein Fahrverbot von einem Monat und ein Bußgeld von 160 Euro zu. Ein weiterer Fahrer musste eine Sicherheitsleistung von 100 Euro zahlen, er stammt aus dem Ausland. Auch die anderen Autofahrer müssen mit Verwarnungen rechnen.

Zuletzt mussten die Beamten der Polizeiautobahnstation, die in Butzbach ihren Sitz hat und mit der A 5 und der A 45 zwei große Abschnitte in Hessen betreut, immer wieder solche Nebelunfälle aufnehmen. Grund dafür war zumeist die zu hohe Geschwindigkeit auf Strecken mit sehr geringer Sichtweite. Beispielhaft dafür kam es am Neujahrsmorgen auf der A 45 bei Florstadt zu einem schweren Verkehrsunfall mit zwei verletzten Personen und einem Schaden von fast 50 000 Euro.

Um weitere Nebelunfälle zu verhindern, sollen bei entsprechender Wetterlage durch die Mitarbeiter der Polizeiautobahnstation weitere Kontrollen durchgeführt werden.

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