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Radioshow mit Neidfaktor

  • Thomas Brückner
    vonThomas Brückner
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Seit Tagen brennt die Sonne vom Himmel. Damit nicht genug, nervt Petrus seit Wochenbeginn noch mit drückender Schwüle. Wehe dem, der nun im Auto unterwegs ist, mit der Aussicht auf ein schlecht belüftetes, stickiges Büro. "Wäre es da nicht ein netter Gag, wenn wir live aus einem Freibad sendeten", dachten sich die Programmmacher von Radio FFH. Motto: "Hessen schwitzt - und wir sorgen für Abkühlung."

Gestern war es so weit, von 5 bis 9 Uhr schaltete der Privatsender mehrmals ins Freizeit- und Familienbad Grünberg. Coronabedingt freilich durften sich nur rund 20 Hörer anmelden - der Rest der Hörerschar, darunter jene auf dem Weg zur Arbeit, dürften neidvoll der Radioshow gelauscht haben. Einer im Frühschwimmer-Team von Moderator Daniel Fischer ist Sascha Kuske. Der junge Butzbacher lässt sich allzu gerne mit möglichst viel Speed ins Wasser plumpsen. "Vor zwei Jahren habe ich an der inoffiziellen Rutsch-WM teilgenommen", verrät er im Gespräch mit dieser Zeitung, nachdem er die 58 Meter lange und 200 000 Euro teure Röhre des städtischen Freibads hinter sich gebracht hat. Dass die Neuanschaffung einen hohen Spaßfaktor aufweist, bestätigt Kuske.

Um Spaß vor allem geht es bei dieser Radioshow, und so stehen als weitere Protagonisten Dennis Murken und die Familie Bley mit Jonas, Jasmin, Tom-Luca und Fabienne auf dem Sendeplan. Dennis, weil er kurz nach sechs bereits eine erste Arschbombe gezündet hat, die Bleys, da sie weder Müsli noch Himbeereis, sondern Pommes frites zum Frühstück haben.

Und dann war da noch der junge Mann, dessen Namen wir hier verschweigen: "Sehr lecker", antwortet er auf die Frage, wie das erste Weizenbier an diesem Grünberger Morgen geschmeckt hat. "Wir haben es ja auch kurz nach fünf schon in die Kühlung gelegt", erklärt Gabriele de Jager, die für die Stadt die Organisation übernommen hat und neben Schwimmmeistern und DRLG eine sehr frühe Frühschicht schiebt.

Gut ausgeschlafen und aufeinander abgestimmt erweisen sich, trotz der nachtschlafenden Zeit, Elisa und Johanna Dapper: Die Schwestern (Foto oben) zeigen den frühesten Synchron-Salto, den Grünbergs Freibad je gesehen hat. Die Radiohörer bekommen davon nur ein leises Plätschern mit, als die beiden perfekt ins erfrischende Nass eintauchen - ist vielleicht auch besser so, ansonsten wäre der Neidfaktor doch zu groß. tb/FOTOS :TB

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