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Mala Isbuschka beim Jubiläumskonzert mit dem Ensemble (v.l.) Moritz Weissinger, Markus Wach, Lena Heinrich, Daria Khoroshilova. Foto: vh

Zarter Hauch statt Donnerwetter

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Rabenau(vh). Der Begriff Weltmusik ist ein wenig aus der Mode gekommen. Das liegt an seiner wenig eindeutigen Definition. Er könnte zutreffen, wenn Musiker oder Ensembles ein Gemisch aus Melodien verschiedener Länder spielen. Noch besser scheint die Version, wenn unterschiedliche Melodien und Rhythmen zusätzlich auf Instrumenten gespielt werden, die bestimmten Ländern zuzuordnen sind. So kann das Publikum sich Bilder vorstellen, fantasievoll in fremde Kulturen eintauchen. Dem Ideal einer Weltmusik kommt das Ensemble Mala Isbuschka sehr nahe.

Vor knapp fünf Jahren, als im März 2015 die Kulturinitiative Odculture im damals frisch renovierten Alten Schulsaal am Dorfgemeinschaftshaus Odenhausen erstmals Publikum einlud und damit eine in der Rabenau beispiellose Geschichte lostrat. Mala Isbuschka konzertierte damals - und jetzt zum fünfjährigen Jubiläum von Odculture erneut. Der Schulsaal war komplett ausverkauft, die Begeisterung erneut grenzenlos. Dabei ist das Gebaren des Quartetts doch eher von Bescheidenheit geprägt.

Musikalische Faszination entsteht nicht etwa aus einem famosen Donnerwetter, sondern aus dem zart gehauchten Ineinandergreifen unterschiedlicher Instrumente, deren individuelle Klangfarbe zu einem großen Ganzen verschmilzt. Vier Musiker boten auf mehr als 15 Instrumenten Lieder aus 20 Ländern dar. Lena Heinrich bediente Akkordeon und die indische Shrutibox. Daria Khoroshilova führte die Saiten der Violine und des Streichpsalters. Markus Wach ist Fachmann für die Zupfinstrumente jener Region, die man den Okzident nennt. Moritz Weissinger ist ein wahrer Fingerartist auf percussiven Ausdrucksmitteln.

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