Würde der Bürgersaal (linkes Gebäude, hinten) dauerhaft zur Kita, müsste der Spielplatz als Außengelände dienen. FOTO: VH
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Würde der Bürgersaal (linkes Gebäude, hinten) dauerhaft zur Kita, müsste der Spielplatz als Außengelände dienen. FOTO: VH

Wird Bürgersaal Kita?

  • vonVolker Heller
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Rabenau(vh). Es wird wohl keinen Schnellschuss bei der Sicherstellung des kurzfristigen Bedarfs an Betreuungsplätzen für Kindergartenkinder in Rabenau geben. Das Gemeindeparlament beschloss immerhin mehrheitlich eine Vorplanung mit Kostenschätzung bezüglich des Bürgersaals Londorf nebst dem alten Bahnhof und stellte dafür 25 000 Euro frei. 15 Gemeindevertreter gaben ihre Zustimmung, es gab fünf Neinstimmen.

Bürgermeister Florian Langecker erläuterte als Alternative die Variante, eine gebrauchte Flüchtlingsunterkunft in Holzbauweise anzukaufen. Dies würde rund eine Million Euro kosten. Dr. Roland Baetzel (SPD) sagte, dass solch ein Gebäude nur eine Lebensdauer von rund zehn Jahren habe.

Bärbel Schomber (SPD) wollte wissen ob die Kostenschätzung für den Bürgersaal auch Finanzmittel für die Miteinbeziehung des angrenzenden Spielplatzes in der Bahnhofstraße beinhalte, da die Kita ein Außengelände benötige.

Ottmar Lich (FW) forderte für die Entscheidung über den endgültigen oder vorläufigen Standort einer Kita eine Grundlage.

Jürgen Bender (CDU) sagte, dass Land und Kreis die Vorschriften machten. Würden beide auch die Kosten tragen, hätte man als Gemeinde kein Problem. Er schlug vor, den Bürgersaal zunächst für den kurzfristigen Bedarf zweigruppig umzubauen, mit der Option zur baulichen Erweiterung für maximal weitere zwei Gruppen. "Alles andere kann nicht bezahlt werden." Im Falle, dass der Bürgersaal eine Dauerlösung würde, wäre er für öffentliche Veranstaltungen nicht mehr nutzbar. Würde der Spielplatz zum Außengelände einer Kita umgestaltet, fiele dieser ebenfalls aus der öffentlichen Nutzung.

Baetzel konnte sich mit einem kurzfristigen Umbau des Bürgersaals und späterem Kita-Neubau in Geilshausen wenig anfreunden. Lisa Langwasser (SPD) fand es unklug, Geld in die Übergangslösung Bürgersaal zu stecken und würde am liebsten gleich in Geilshausen bauen.

Neubau koste vier Millionen Euro

Langecker sagte, auch für den Umbau des Bürgersaals würden Zuschüsse gewährt. Für den Neubau einer viergruppigen Kita müsse man rund vier Millionen Euro kalkulieren. Über eine diesbezügliche Zusammenarbeit mit dem DRK-Kreisverband wird vorerst nicht mehr weiter diskutiert.

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