Der Rabenauer Gemeindewald ist arg durch Windwürfe, Klimaschäden und Käferbefall gebeutelt. FOTO: VH
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Der Rabenauer Gemeindewald ist arg durch Windwürfe, Klimaschäden und Käferbefall gebeutelt. FOTO: VH

"Wir stecken in einem Dilemma"

  • vonVolker Heller
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Rabenau(vh). Der Wirtschaftsplan 2021 für den Rabenauer Gemeindewald hat eine Deckungslücke von knapp 88 000 Euro. Im Parlament diskutierten die Gemeindevertreter jetzt das weitere Vorgehen.

Ottmar Lich (FW) erinnerte an den ausführlichen Vortrag der Forstleute und stellte fest: "Wir stecken in einem Dilemma. Landeshilfe ist nötig". Bärbel Schomber (SPD) wies darauf hin, ohne beschlossenen Wirtschaftsplan werde das Land keinen Zuschuss geben. Edwin Schnell (FW) wollte wissen, ob die Ökopunkte im Wirtschaftsplan schon eingearbeitet seien. Rabenau verfügt momentan über 742 802 geldwerte Ökopunkte.

Bürgermeister Florian Langecker erklärte, dass Ökopunkte aus Rabenau - ohne Nennung einer konkreten Zahl - zunächst als Ausgleich für das interkommunale Gewerbegebiet an der A 5 eingesetzt würden. Für die Wiederaufforstung im Gemeindewald stünden 2021 keine Ökopunkte bereit, denn kommendes Jahr sei überhaupt keine Neuanpflanzung vorgesehen, nur Nachbesserungen.

Finanzielle Folgen

Karl-Heinz Till (Grüne) wünschte sich wegen der auch künftig zu erwartenden Defizite im Wald ein langfristiges Konzept, zu beraten in den Ausschüssen. Lich stimmte dem zu. Jetzt gerade sei nur die finanzielle Auswirkung auf den kommenden Gemeindehaushalt zu beraten. Uwe Höres (SPD) nannte die Walddiskussion ein "leidiges Thema. Wir legen immer drauf" und kündigte an, dem Wirtschaftsplan nicht zuzustimmen.

Parlamentsvorsitzende Ida Becker (FW) erinnerte, dass im Wirtschaftsplan 2021 nur die finanzielle Situation im Wald hochgerechnet werde und der Plan als ein Bestandteil des Gemeindehaushalts darin einzuarbeiten sei. Über nichts anderes werde beschlossen. Mehrheitlich stimmte man dafür (13 Ja-Stimmen, vier Nein-Stimmen, zwei Enthaltungen).

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