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Der Windpark in der Feldgemarkung "Auf dem Läushübel" war einst der erste im Landkreis und er soll wiederum der erste sein beim Repowering. FOTO. VH

Windräder auf Rekordhöhe

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Rabenau(vh). Der ab 2008 entstandene Windpark in der Feldgemarkung "Auf dem Läushübel" von Rüddingshausen in Richtung Deckenbach war einst der erste im Landkreis. Und er soll wiederum der erste sein beim Repowering. Die Betreiberfirma Juwi beabsichtigt, 2023 die bestehenden vier Windräder um zwei zu reduzieren und die verbliebenen an ihrem ursprünglichen Standort um das zweieinhalbfache in die Höhe zu vergrößern.

Die bisherige Spitzenhöhe (Nabe und Rotor) von knapp 100 Metern würde auf 247 Meter anwachsen. Insgesamt sieben Windräder stehen hier in der Landschaft. Drei wurden einige Jahre später errichtet und ragen 138,5 Meter in den Himmel. Sie bleiben unangetastet. Der Rabenauer Gemeindevorstand hatte offenbar mit dem Betreiber schon Gespräche über das beabsichtigte Repowering geführt.

Rüddingshäuser Bürger fühlen sich unzureichend darüber informiert. In einem offenen Brief, der an Haushalte im Ort verteilt wurde, ist zu lesen, dass man zuerst aus einer Mitteilung der Gemeinde Ebsdorfergrund von dieser technischen Aufrüstung erfahren habe. Die Sitzung des Rabenauer Bauausschusses mit diesem Thema auf der Tagesordnung war in der Rabenauer Zeitung nicht angekündigt.

Pacht steigt von 7760 auf 24 000 Euro

Nun beriet der Finanzausschuss. Bürgermeister Florian Langecker entschuldigte das Versehen. Die Tagesordnung des Bauausschusses sei jedoch in den Tageszeitungen abgedruckt worden. In Vorbereitung sei eine Bürgerversammlung für die Rüddingshäuser (Termin offen). Ein Vertreter von Juwi werde dann anwesend sein.

Langecker wünschte sich konstruktive Kritik für eine etwaige Verhinderungsplanung und Lösungsvorschläge. Ungünstig seien Argumente wie "Das wollen wir nicht". Der aufgemotzte Windpark mache die Gemeinde nicht reicher. Aus 7760 Euro an "Wegepacht" (Nutzungsentgelt) würden insgesamt 24 000 Euro.

Ausschussvorsitzender Ottmar Lich (FW) fragte, ob in der Vergangenheit eine Obergrenze bei der Spitzenhöhe festgelegt worden sei. Ortsvorsteher Ewald Thomas (FW) erinnerte sich, man habe dem Bau der drei höheren Windräder seinerzeit zugestimmt mit der Auflage, bei 140 Meter müsse Schluss sein.

Der Ortsbeirat wolle demnächst über das Repowering beraten, so Thomas. Lich wusste von einer nicht näher benannten Initiative in Hessen, die beabsichtige, im Falle von Windparks auf Privatgelände (in Rüddingshausen) auch die Kommune finanziell zu bedenken (über die Wegepacht hinaus). Der Finanzausschuss fasste, wie zuvor schon der Bauausschuss, keinen Beschluss. Der Termin für die Bürgerinformationsveranstaltung soll in den Tageszeitungen und der Rabenauer Zeitung mitgeteilt werden.

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