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Entlang der Landesstraße 3127 (rechter Bildrand) könnte das neue Gewerbe- und Mischgebiet in Odenhausen entstehen.

Wieder hängt es an einem Grundstück

  • VonVolker Heller
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Rabenau (vh). Offenbar hakt es in Rabenau beim Aufstellen von Bebauungsplänen häufiger an einem einzigen Grundstück. So dümpelt der Plan für das Wohngebiet Kreuzacker II in Londorf bereits seit längerem vor sich hin. Gern würde die Gemeinde das erste Teilstück erweitern, indes fehlt ihr dafür ein Grundstück. Das will der Eigentümer nicht veräußern.

An der Landesstraße 3127 in Odenhausen möchte die Gemeinde eine als Gewerbe- und Mischgebiet deklarierte Fläche ausweisen. Ein alter Hut eigentlich. Jetzt sollte es konkret werden. Wiederum aber stockt die Angelegenheit. Deshalb legten die Bürger für Rabenau (BfR) im Gemeindeparlament einen Dringlichkeitsantrag vor.

Christoph Nachtigall (BfR) erklärte: »Es sieht mau aus mit Gewerbegebieten in der Rabenau«. Schon vor einem halben Jahr habe ihn ein Gewerbetreibender angesprochen. Den Interessenten dauere es zu lange. Es bestehe die Gefahr, dass sie abwandern. Dringend solle die Gemeinde einen Investor für die Vermarktung suchen. Nachtigall wünschte sich, dass das Mischgebiet Odenhausen eine Aufgabe mit Priorität für die Verwaltung wird. Zu allem Überfluss komme auch das interkommunale Gewerbegebiet an der A 5 nicht voran.

Uwe Höres (SPD) begrüßte die Initiative der BfR. Vehement vertrat er allerdings seine Forderung, »wir müssen mal von Investoren wegkommen. Bei denen explodieren die Preise«. Mittlerweile koste der Quadratmeter gut 180 Euro wenn ein Investor erschließe. Höres fordert: »Wir müssen das selbst in die Hand nehmen«.

Bürgermeister Florian Langecker informierte derweil, einen Investor gefunden zu haben. Dieser wolle die Flächen ankaufen und vermarkten. Für ein Grundstück fehle ihm noch die Zusage für den Ankauf. Falls diese ausbleibe, komme möglicherweise ein Umlegungsverfahren in Frage. Jedenfalls sei das Gewerbegebiet Odenhausen »Chefsache«.

Mitte September hatte Langecker in Printmedien ein Luftbild veröffentlicht. In der Folge sei ein Shitstorm losgebrochen. Leute hätten die bevorstehende Flächenversiegelung gerügt. Odenhausens Ortsvorsteherin Tina Reinhardt (CDU) merkte zu dem Dringlichkeitsantrag an, »es läuft doch schon, alles hängt nur an einer Person«. Sie gab zu bedenken, dass »nicht jeder im Ort begeistert ist«. Manch einer befürchte »Krach von den Gewerbeflächen«. Langecker erklärte, der Antrag sei »ein gutes Signal«. Über den Antrag wurde nicht abgestimmt. Parlamentsvorsteher Ottmar Lich (FW) verschob das Thema in den nächsten Bauausschuss.

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