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Viel Platz für die Tiere

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Für den Tag der offenen Tür reisten viele Familien mit ihren Hunden an. © Emanuel Zylla

Rabenau (zy). Volles Haus auf dem weitläufigen Gelände des neuen Hundetherapiezentrum von Katrin Scholz auf dem »Melmes«: Am Tag der offenen Tür kamen etliche Menschen, auch mit ihren eigenen Hundedamen und -herren, um die neue Einrichtung zu besichtigen oder zu schauen, was aus dem Gelände des ehemaligen Freizeitcamps geworden ist.

Vor circa zwei Monaten wurde dort auf dem »Melmes«, dem ehemaligen Freizeitgelände in der Nähe von Geilshausen, erstmals der Betrieb aufgenommen. Hundetherapeutin Katrin Scholz hat mit ihrem Team dem einst heruntergekommenen Gelände ein Facelifting und eine neue Bestimmung verpasst.

Kleine Wettbewerbe

Um »kynologisch-soziologische Integration« (KSI) geht es hier nun, wobei »Kynologie« die Wissenschaft des Hundes ist. Die wird bei ihr mit der Wissenschaft der menschlichen Gesellschaft, also mit der Soziologie, verknüpft, wie sie erläutert. »Das KSI-Prinzip wird bereits von mehreren Hundeausbildern in ganz Deutschland erfolgreich zur Prägung von Welpen, Erziehung von erwachsenen Hunden und Therapie von Problemhunden angewandt«, erläutert Scholz.

Ihr KSI-Zentrum befindet sich in Grünberg, Scholz’ Heimat auch. Angebote für Pflegeeinrichtungen oder Schulen bietet KSI an, denn die Spürnasen könnten erfahrungsgemäß einen positiven therapeuthischen Effekt auf Menschen haben, erläutert die Fachfrau.

Auf dem »Melmes« gibt es nun einen Seminarraum, eine Küche sowie einen Gemeinschaftsraum für Mensch und Tier. Draußen ist viel Platz mit abgezäunten Arealen, wo verschiedene Übungen durchgeführt werden können.

Nicht nur Hunde haben dort ein neues Zuhause gefunden, auch sogenannte Notfall-Esel und -Ponys haben einen schönen Ort für ihren Lebensabend erhalten. All das konnten die Besucher beim Tag der offenen Tür kennenlernen.

Zur Neueröffnung reisten auch Familien von weither mit ihren vierbeinigen Freunden an. Wer möchte, kann eine der Blockhütten auf dem Gelände mieten oder aber dort mit Wohnmobil oder -wagen campen. Um sich über das Angebot zu informieren, reiste eine Familie aus Berlin an, eine andere nahm den weiten Weg von Hannover auf sich. In den abgezäunten Gehegen konnten sich die Hunde bei kleinen Wettbewerben miteinander messen. Disziplinen waren Eierlauf-Parcours und Hunderennen. Alles passierte unter der sachkundigen Betreuung von KSI-Hundeprofis, die den einen oder anderen Tipp für die Hundebesitzer hatten.

Eine Erkenntnis teilte Katrin Scholz etwa aus ihrer langjährigen Erfahrung als Hundecoach: »Wenn Hunde eine Therapie nötig haben, dann die Hundehalter aber womöglich auch«, schließlich seien die Charaktere der Tiere das Produkt der Erziehung durch ihre Besitzer.

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