Eine mögliche Sanierung des Tiefbrunnens - wie hier in Mainzlar - könnte mit bis zu 60 000 Euro zubuche schlagen. (Archivfoto: kge)

Verkeimung

Verkeimt: Tiefbrunnen von Rüddingshausen vom Netz - Wie geht es weiter?

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Der Tiefbrunnen in Rüddingshausen ist seit Wochen verkeimt und wurde vom Netz genommen. Das Thema erhitzt die Gemüter.

Seit einigen Wochen ist das Wasser des Tiefbrunnens Rüddingshausen mit coliformen Bakterien verkeimt. Bürgermeister Florian Langecker teilte dem Finanzaussschuss mit, man könne zwar mit Chlor Abhilfe schaffen, das jedoch habe "einen Ekelfaktor". Nun wurde der Tiefbrunnen vorläufig vom Netz genommen und die Wasserversorgung über den Tiefbrunnen Odenhausen eingerichtet.

Der Ausschuss diskutierte verschiedene Möglichkeiten der Abhilfe. Ewald Thomas (Freie Wähler, Ortsvorsteher) sagte: "Wir 1000 Einwohner haben ein Recht auf Wasserversorgung". Sollte der Tiefbrunnen stillgelegt werden, mobilisiere er die Rüddingshäuser. Walter Scheerer (FW): "Wir lassen uns das Wasser nicht abgraben". Lisa Langwasser (SPD) fragte woher die Bakterien wohl kämen, vielleicht von Gülle. Thomas hatte angedeutet, in der Umgebung des Tiefbrunnens grasten Schafe. Vom Bürgermeister kam die Auskunft, wahrscheinlicher sei ein Wurzeleinwuchs. Nahe des Tiefbrunnens steht ein Baum.

Der Ausschuss genehmigte einstimmig 13 000 Euro für eine Befahrung des Tiefbrunnens zum Erforschen der Ursache. Sollte der Brunnen ertüchtigt werden, koste das im schlimmsten Fall 60 000 Euro für eine Nachbohrung, sagte der Bürgermeister. Andererseits koste die Stilllegung den gleichen Betrag. Die Löschwasserversorgung für die Feuerwehr ist derweil durch den Tiefbrunnen Odenhausen sichergestellt

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