Übergangslösung

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Die Rabenau galt lange als ein Beispiel für Bevölkerungsschwund. Trotzdem musste die Kindertagesstätte "Rabennest" in Londorf zweimal baulich erweitert werden. Der heute größte Kindergarten im Landkreis Gießen ist erneut an seiner Kapazitätsgrenze angelangt. Die aktuelle Warteliste für Kita-Plätze mit Rechtsanspruch beträgt 27,5 Faktorpunkte. Weitere Anmeldungen für das neue Kindergartenjahr ab 1. August stehen in Aussicht. Das erläuterte Gabriele Arnold, Leiterin der Fachaufsicht für Kindertagesbetreuung im Landkreis, dem Bauausschuss unter Vorsitz von Egon Kellermann (CDU).

Die Rabenau galt lange als ein Beispiel für Bevölkerungsschwund. Trotzdem musste die Kindertagesstätte "Rabennest" in Londorf zweimal baulich erweitert werden. Der heute größte Kindergarten im Landkreis Gießen ist erneut an seiner Kapazitätsgrenze angelangt. Die aktuelle Warteliste für Kita-Plätze mit Rechtsanspruch beträgt 27,5 Faktorpunkte. Weitere Anmeldungen für das neue Kindergartenjahr ab 1. August stehen in Aussicht. Das erläuterte Gabriele Arnold, Leiterin der Fachaufsicht für Kindertagesbetreuung im Landkreis, dem Bauausschuss unter Vorsitz von Egon Kellermann (CDU).

Suche nach Dauerlösung

Früher gab es Kindergartenplätze, heute Faktorpunkte, aufgeschlüsselt nach Kindesalter oder Inklusion. Arnold sagte, in Londorf seien sieben Gruppen untergebracht. Die Fachaufsicht werde hier keine Erweiterung mehr genehmigen. Die Geburtenzahlen stiegen deutlich an. Es bedürfe einer dauerhaften Raumlösung für bis zu drei Gruppen. Die Gemeinde habe bis zum 1. September Gelegenheit, fehlende Plätze nachzuweisen. Bürgermeister Florian Langecker erläuterte, der Gemeindevorstand habe einige Varianten diskutiert. Die angedachte Containerlösung scheitere am Standort und den Nebenkosten. Im alten Bahnhof sei nicht genügend Platz vorhanden. Außerdem wollten sich dort die Senioren einrichten.

Auch ein weiterer Standort sei im Gespräch: Der Betreiber des Freizeitcamps auf dem Melmes komme seinen Verpflichtungen nicht nach. Gesetzt dem Fall, der Freizeitbetrieb würde eingestellt werden, böte die großzügige und eingezäunte Fläche Platz für einen Waldkindergarten. Arnold teilte mit, ein Waldkindergarten mit Ausbaumöglichkeiten wie auf dem Melmes erhalte mehr Fördergeld als etwa der Umbau des alten Bahnhofs. Für den Ausschuss stellte die Zufahrt zum abseits gelegenen Freizeitgelände den Knackpunkt dar. "Quatsch", kommentierte Lisa Langwasser (SPD). Der Melmes liege zu weit weg. Man bräuchte dort einen Winterdienst. Heinrich Nachtigall (CDU) brachte eine Einbahnstraßenregelung ins Spiel. Landwirt Günter Krug (FW) sprach sich dagegen aus. Die Zufahrt sei unübersichtlich. Er werde keinesfalls lange Umwege fahren. Rabenaus Bauamtsleiter Thomas Mohr informierte, dass im Hauptgebäude auf dem Melmes Platz für einen Gruppenraum für Unter-Dreijährige und mindestens eine weitere Gruppe vorhanden sei. Das "Ei des Kolumbus" fand schließlich Ute Wissner (Grüne). Sie schlug das Dorfgemeinschaftshaus (DGH) Geilshausen als Standort vor. Tagsüber seien die Räume meistens frei. Ida Becker (FW) sprach den zusätzlichen Personalbedarf an. Der Bürgermeister deutete an, es gebe bereits Bewerbungen. Zweieinhalb Stellen würden benötigt.

Der Bauausschuss fasste seine Beschlüsse einstimmig. Dem Finanzausschuss wird empfohlen, er möge beschließen, dass die Gemeinde dem Betreiber des Freizeitcamps schnellstmöglich kündigt. Im DGH soll übergangsweise für maximal ein Jahr ein Kindergarten eingerichtet werden. Eine Besichtigung zusammen mit Gabriele Arnold ist angedacht. Michael Harnack (CDU) regte an, hierzu auch den Ortsbeirat einzuladen. Aus den Fraktionen soll sich ein Arbeitskreis Kindergarten bilden und eine Dauerlösung suchen. Arnold schlug vor, die Leitung der Übergangs-Kita an Margit Stroh zu delegieren. Sie führt die Kindertagesstätte in Rüddingshausen. (vh)

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