290 Kilometer für den guten Zweck unterwegs: In diesem Jahr rollen Motor- statt Fahrräder. FOTO: NAL
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290 Kilometer für den guten Zweck unterwegs: In diesem Jahr rollen Motor- statt Fahrräder. FOTO: NAL

"Tour der Hoffnung" lebt - trotz Absage

Rabenau/Fernwald/Gießen(nal). Eigentlich wäre am Mittwoch der Prolog der nunmehr "37. Tour der Hoffnung" in und um Gießen gestartet und die eigentliche Tour dann in den folgenden Tagen in der Region um Würzburg für den guten Zweck unterwegs. Doch in Coronazeiten musste die Tour abgesagt werden und die Räder stillstehen. Dass diese sich dennoch drehten, dafür sorgte Heinrich Ranft aus Odenhausen mit seinen im Mai gegründeten Club "Henry’s Biker Jungs" (die GAZ berichtete).

Auf zwölf motorisierten Maschinen machte sich Initiator Ranft ("Der Heinrich") gemeinsam mit Karl-Ludwig Hahn und Daniel Hahn (beide Steinbach), Olaf Boyens (Geilshausen), Kristof Pestka (Gießen-Wieseck), Claus Schumann (Odenhausen/Lumda), Jürgen Kömmbügler (Lich), Bernd Bertrand (Allendorf/Lumda) zusammen mit dem Fahrtleiter des Gießener Vespa-Clubs Martin Viehmann (Gießen) und Günter Ranft (Bollnach-Saasen) auf eine 290 Kilometer-Tour mit Start und Ziel am Rathaus in Steinbach.

Scheck zum Auftakt

Die Tour führte von Fernwald über Frankfurt mit einem Stopp bei der Kelterei Possmann weiter zu Kawasaki Südhessen in Weiterstadt zu Konditor-Weltmeister Bernd Siefert nach Michelstadt. Bis Weiterstadt hatte sich auch Volkmar Hofmann (Allertshausen) den Bikern angeschlossen, die in einem Begleitbus von Tour-Organisator Gerhard Becker (Heuchelheim), Fernwalds Bürgermeister Stefan Bechthold, dem Vorsitzenden des Verein Region Gießener Land, Bürgermeister a. D. Kurt Hillgärtner und der Schriftführerin des Vespa-Club Gießen, Birgit Schaafberg sowie Tour-Sprecher Reinhard Schargitz (Steinbach) auf ihrer neuneinhalbstündigen Rundfahrt begleitet wurden. In Steinbach begrüßte Bürgermeister Bechthold die Teilnehmer, denen Pfarrer i. R. Dr. Tobias Müller-Monning den Reisesegen erteilte. Es folgte der erste Halt quasi um die Ecke bei medDV im Steinbacher Gewerbegebiet, wo die beiden Geschäftsführer Carsten Rausch und Gunter Ernst einen Spendenscheck über 2000 Euro überreichten.

Am Ende der Tour kamen rund 3000 Euro zusammen, doch war das Spendensammeln nach Aussage von Schargitz diesmal nicht das Hauptanliegen, ging es vielmehr darum "die Tour der Hoffnung am Leben und in den Köpfen der Menschen zu halten".

Bemerkenswert: Trotz stillstehender Fahrräder sind bislang fast 250 000 Euro in der Spendenkasse gelandet, wie Becker verriet. Dieser lobte zudem Heinrich Ranft und seine "Biker Jungs" mit ihrer Benefiz-Rundfahrt. Diese stellten eindrucksvoll unter Beweis, dass die "Tour der Hoffnung" durch Ideenreichtum lebt.

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