»Riesengroßes Anliegen«

  • VonVolker Heller
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Rabenau (vh). Die Fraktionen der Grünen und Bürger für Rabenau (BfR) haben im Sozialausschuss der Gemeinde Rabenau auf Vorschlag von Karl-Heinz Till (Grüne) gemeinsam beantragt, der Gemeindevorstand möge ein Konzept für die Kinder- und Jugendbetreuung in Rabenau erstellen und die Finanzmittel für eine halbe Stelle in den Haushalt 2022 einstellen. Gesucht ist nun ein Sozialarbeiter oder ein Sozialpädagoge.

Die Beschäftigung einer Teilzeitkraft würde rund 35 000 Euro kosten.

Rabenau sei die einzige Kommune im Landkreis Gießen ohne pädagogische Fachkraft im Bereich Kinder- und Jugendarbeit, so die ausführliche Begründung im vorherigen Einzelantrag der BfR.

Till sagte, er sei froh, dass Rabenau als letzte Gemeinde im Lumdatal diesen Schritt tue. Christoph Dietz (CDU) meinte: »Aus der Sicht der Jugendlichen hört sich das gut an. Das mit dem Geld ist eine andere Geschichte.« Lisa Langwasser (SPD): »Das ist ein riesengroßes Anliegen für uns.« Wie das finanziell möglich sei, müsse man versuchen herauszufinden. Vielleicht böte sich die Zusammenarbeit mit ei-ner anderen Kommune an. Jedenfalls sollte eine Arbeitsplatzbeschreibung vorliegen. Langwasser unterstrich: »Wir brauchen professionelle Strukturen. Dafür gibt es Zuschüsse.«

Personalkosten werfen Fragen auf

Florian Schnecker (FW): »Zuspruch von uns, da wir schon länger keinen Jugendpfleger mehr haben.« Bürgermeister Florian Langecker verkündete, dass der Haushalt 2022 ein Defizit aufweisen werde. Wolle man Personalkosten für die Jugendpflege einstellen, müsse woanders ein Betrag rausfliegen. Kurzzeitig flammte eine Diskussion auf um die hinlänglich bekannte Rabenauer Finanznot. Dann fiel der Blick auf das Wesentliche, denn über Geld berate ohnehin der Finanzausschuss. Langwasser stellte abschließend fest, diese Mängelverwaltung ohne Gestaltungsmöglichkeit sei doch »armselig«.

Ausschussvorsitzender Jan Benedikt Hausner (BfR) fasste zusammen. Das Konzept sei im ersten Quartal 2022 vorzulegen. Bis dahin solle auch eine mögliche Zusammenarbeit mit anderen Kommunen geklärt sein. Einstimmiger Beschluss im Ausschuss.

Vom Bürgermeister kam noch der Hinweis, im Falle einer Zustimmung demnächst im Parlament müsse erst der Gemeindehaushalt 2022 genehmigt werden; erst dann könne Rabenau die neue Stelle ausschreiben.

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