Geeignete Räumlichkeiten für das Jugendprojekt "Powergarage" könnte das Gerätehaus in Odenhausen bieten. FOTO: VH
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Geeignete Räumlichkeiten für das Jugendprojekt "Powergarage" könnte das Gerätehaus in Odenhausen bieten. FOTO: VH

"Powergarage" hofft auf neues Zuhause

  • vonVolker Heller
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Rabenau(vh). Das privat geführte, sozialpädagogische Jugendprojekt "Powergarage Odenhausen" platzt aus allen Nähten und sucht neue Räume. Förderverein "Powergarage", Feuerwehrverein und Ortsbeirat Odenhausen haben die Zeichen der Zeit erkannt und blitzschnell gehandelt.

In naher Zukunft werden die Feuerwehren Odenhausen und Geilshausen ein neu zu bauendes Gerätehaus in Geilshausen beziehen und die alten Gerätehäuser fortan leer stehen. Um möglichen Interessenten zuvor zu kommen, haben die Drei einen Antrag auf Nutzung des Gerätehauses gestellt. Dabei ist wesentlich, dass zum Gebäude ein Außengelände mit Bolzplatz und stationärem Tischtennis zählt.

Im Gemeindeparlament wurde jetzt bekannt, dass die Feuerwehr das Gerätehaus wohl erst in drei Jahren freigeben wird. Die Odenhäuser Einsatzabteilung und sogar Gemeindebrandinspektor Markus Göbel waren offenbar über das Ansinnen der "Powergarage" nicht informiert worden. Dabei stehen alle Interessengruppen hinter dem von Hartmut Fröhlich initiierten Vorzeigeprojekt. Bürgermeister Florian Langecker: "Der Gemeindevorstand befürwortet es (den Umzug)". Die Feuerwehr benötige das Gebäude noch. Ferner werde geprüft, ob ein neuer Kindergarten hier einziehen könne (eher unwahrscheinlich). Rund 2700 Euro Unterhalt koste das Gerätehaus jährlich.

Markus Göbel erhielt durch das Parlament Rederecht zugeteilt. Er finde das Projekt "super", müsse aber aus der aktuellen Situation der Feuerwehr sprechen. Die Antragssteller hätten versäumt, der Rabenauer Feuerwehrleitung Bescheid zu geben. Im Bedarfsplan für die Rabenauer Feuerwehr stünden für den Schutzbereich Süd zwei Standorte. Gleichwohl sei die Zahl der Aktiven in Odenhausen gering, man übe zusammen in Geilshausen. Im Gerätehaus stünden noch zwei Fahrzeuge. Für den MTW werde in zwei Jahren ein Neufahrzeug angeschafft. Das Löschgruppenfahrzeug habe keinen TÜV mehr und diene für ein baugleiches Modell in Geilshausen als Ersatzteillager. Juli 2021 beginne der Gerätehaus-Neubau in Geilshausen, sodass spätestens im Frühjahr 2023 dort eingezogen werde.

Karl-Heinz Till (Grüne) sagte, das Projekt "Powergarage" werde die jährlichen Unterhaltkosten tragen. Bärbel Schomber (SPD) verwies auf die Bedeutung des Projekt weil Rabenau keinen Jugendpfleger eingestellt habe. Odenhausens Ortsvorsteherin Tina Reinhardt (CDU) schlug vor, die drei Jahre müssten doch nicht in Stein gemeißelt sein. Jürgen Bender (CDU) meinte, bloß weil das Gebäude eine "Abstellgarage" sei, müsse man keine drei Jahre warten. Bender: "Das ist der falsche Weg".

Laut Ottmar Lich (FW) habe die Gemeinde weitere Gebäude zu veräußern. Jetzt auf die Schnelle das Gerätehaus Odenhausen aus dieser Liste "herauszupicken" finde er nicht in Ordnung. Die Lenkungsgruppe solle entscheiden. Für den diesbezüglichen Antrag stimmten vier Personen. An der Schlussabstimmung wurde gefeilt. Wenn die Umnutzung des Gerätehauses bevorstehe, würde die Powergarage als Interessent bevorzugt. Der zeitliche Ablauf wurde mit "so bald als möglich" angegeben. Dafür gab es 16 Ja-, drei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen.

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