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Dank für langjährige Aktive: Friedhelm Maikranz, Horst Werner, Wolfgang Göbel, Karl-Ludwig Loth, Karl Ronzheimer, Erich Puschman und Vorsitzender Hendrik Werner (v. l.).

Notvorstand war im Einsatz

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Rabenau (pm). Fast zweieinhalb Jahre ist es her, dass die Rüddingshäuser Jagdgenossen ihre letzte Jahreshauptversammlung abhalten konnten. Im letzten Herbst scheiterte der Termin an steigenden Corona-Zahlen, im Frühjahr gab das Gesundheitsamt kein grünes Licht. Da jedoch Wahlen anstanden, war laut Bundesjagdgesetz entsprechend ab 1. April 2021 ein Notvorstand im Einsatz.

Als die Zahlen endlich sanken, konnte der Vorstand gewählt werden. Vorsitzender Hendrik Werner wurde wiedergewählt, sein neuer Vertreter ist Daniel Kornmann, neuer Rechner Christoph Moser, Schriftführer Jonas Gebauer wurde wiedergewählt. Die Beisitzer sind nun Caren Löchel und Thomas Puschmann.

Für den neuen Vorstand stehen unter anderem die Neu- bzw. Weiterverpachtung des Revieres sowie das Repowering der Windräder als Themen auf dem Plan. Auch soll die Satzung angepasst werden, um für die nächste Pandemielage gerüstet zu sein.

Dank ging an die ausscheidenden Vorstandsmitglieder für jahrzehntelange Arbeit: Horst Werner (30 Jahre Beisitzer), Karl Ronzheimer (24 Jahre Beisitzer), Walter Kornmann (24 Jahre Beisitzer), Wolfgang Göbel (18 Jahre Beisitzer), Karl-Ludwig Loth (6 Jahre Beisitzer, 12 Jahre Rechner) und Friedhelm Maikranz (6 Jahre stellvertretender Vorsitzender).

Hoher Wildschaden angefallen

Großes Thema im Jagdjahr 2020/2021 war die Wildschadenshöhe, die ausgeglichen werden musste. Mit insgesamt knapp 13 000 Euro wurde ein neuer Rekordwert erreicht. »Begünstigt durch Wetter und Anbau entsprechender Getreidesorten war die Konstellation leider für die Sauen perfekt«, sagte der Vorsitzende. Große Rapsschläge, die direkt an Weizen grenzten, veranlassten die Sauen, dass sie tagsüber den Raps einfach als Unterschlupf nutzten, um nachts direkt in den Weizen zu ziehen.

Ein Problem ist seit langer Zeit, dass die umliegenden Wälder teils Privatwald oder Staatsforst sind und gleichzeitig auch die Reviergrenze markieren. »Die Sauen kommen nur zum Fressen in unser Revier«, sagte der Vorsitzende. Die Waldbesitzer machen hingegen eher Jagd auf Rehe als auf Wildschweine.

Die Jagdgenossen freuen sich über eine Förderung durch das Hessischen Landesministerium für Blühflächen in Höhe von 500 Euro. Zudem haben sie zusammen mit der Grundschule Rüddingshausen die Patenschaft für das Insektenhotel am Rückhaltebecken übernommen. Zum Thema Windräder ist man mit der Firma Juwi in Verhandlung, um eine Entschädigung zwecks Minderung der Attraktivität des Revieres, bzw. drohender Jagdpachtminderung in Zukunft zu erwirken.

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