Nur noch ein Bauplatz in Rabenau

  • Thomas Brückner
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Rabenau(tb). Der Traum von den eigenen vier Wänden ist auch in der Rabenau weiter virulent. Doch: In der ganzen Großgemeinde gibt es nurmehr eine Parzelle. In Rüddingshausen. Begehrt aber - da macht Rabenau keinen Unterschied - sind Flächen in den Kernorten mit intakter Infrastruktur. Oder aber Orte in Autobahnnähe, wie Geilshausen. Dort, im Anschluss ans Quartier "Muhlbrücken", schafft die Kommune jetzt rund 30 Bauplätze. Erstmals übernimmt dies ein privater Vorhabenträger, das Bauunternehmen Faber & Schnepp. Mit diesem wird die Gemeinde einen Städtebaulichen Vertrag schließen, worin u. a. die Übernahme der kompletten Gestehungskosten geregelt wird.

So weit aber ist die Sache noch nicht gediehen, als erster Schritt steht die Aufstellung eines Bebauungsplans "Londörfer Feld" auf der Agenda.

Erläuterungen hierzu erhielt der Bauausschuss am Montag von Matthias Wolf (Planungsbüro Fischer). Die Erschließung erfolgt in zwei Abschnitten, präferiert wird dabei die Ringstraßen-Variante. In dem Allgemeinen Wohngebiet werden nur Einfamilien- und Doppelhäuser erlaubt sein, die Parzellengröße liegt zwischen 500 bis 550 qm. Einig war man sich im Ausschuss, dass die Straße im unteren Abschnitt von der Mitte an den Rand verlegt wird, um eine Pufferzone zum Friedhof zu schaffen.

Als "pfiffiges Modell" warb Karl-Heinz Till (Grüne) für ein autofreies Konzept mit zentralem Parkplatz, doch erlaubten Andienverkehr. "Nicht zu vermarkten", lautete der Einwand von Investorenseite. Gerade junge Familien mit erhöhtem Bedarf an Kinder- und Kästentransport wünschten kurze Wege für schwere Lasten.

"Wir haben mehrere Anfragen von Betrieben, es gab schon Abwanderungen", mahnte Bürgermeister Langecker grundsätzlich, als es um die Erweiterung des Gewerbegebiets am Geilshäuser Ortseingang ging. Anlass waren Infos zu einem Abstimmungstermin (Scoping), dem weitere Schritte im Bauleitverfahren folgen. Am Ende steht stets der Satzungsbeschluss. So wie jetzt beim B-Plan "Gewerbegebiet West" in Londorf. Eine Formalie, ist doch der 1020 qm große Aldi längst eröffnet. Der alte B-Plan hatte die Erweiterung per Neubau nicht hergegeben, die Gemeinde eine Änderung des Plans aufs Gleis gesetzt und diesen offengelegt, Der Kreis hatte bei Erreichen der Planungsreife den Bauantrag genehmigt, also durfte der Discounter noch vor dem Satzungsbeschluss loslegen.

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