Mehr Transparenz in der politischen Arbeit

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Rabenau (pm). Mit dem Motto »Gemeinsam für Rabenau« wirbt die Liste »Bürger für Rabenau« für ihre Themen im Kommunalwahlkampf.

»Alle Kandidaten sind sich einig, dass wir nur gemeinsam für Rabenau etwas Positives erreichen können«, erklärt der Vorsitzende Christoph Nachtigall. Die Bürgerliste wolle mit allen Bürgern und den anderen Parteien und Gruppierungen konstruktiv zusammenarbeiten. Man sei »positiv und unvoreingenommen« an die Themen herangegangen. Viele Projekte seien umsetzbar, »es ist nur eine Frage des Aufwandes und des Einsatzes oder eventuell auch der Finanzen«, so Nachtigall.

Die Bürgerliste habe für alle Themen Arbeitsgruppen gebildet, in denen die Kandidaten eingebunden sind. Ziel sei es, zu den einzelnen Punkten auch umsetzbare Ideen zu präsentieren, sagte der zweite Vorsitzende Matthias Bender.

Vier Themenschwerpunkte hat die Bürgerliste festgelegt. Sie möchte unter anderem mehr Transparenz in die Entscheidungen bringen. Das Parlament entscheide über einen Haushalt, »der für die meisten nicht transparent ist«. Auch soll den Bürgern stärker die Möglichkeit zur Beteiligung eingeräumt werden, zum Beispiel durch mehr Bürgersprechstunden. Unterstützt wird die Gründung eines Jugendparlaments. Dieses soll gemeinsam mit dem Seniorenbeirat an den politischen Entscheidungen aktiv beteiligt werden.

Bei der Interkommunalen Zusammenarbeit müsse »mehr Fahrt aufgenommen« werden. In Nachbarkommunen sehe man, wie effektiv Fördergelder genutzt würden. Auch der Nutzen und die Effektivität des Ordnungsamtes sollen gefordert und gefördert werden.

Bauernmarkt für regionale Anbieter

Die Anbindung des öffentlichen Nahverkehrs müsse für alle Ortsteile verbessert werden. Wenn für Londorf die Lumdatalbahn die beste Option und Alternative sei, könne für Geilshausen eine direkte Busverbindung Richtung Buseck oder Grünberg der bessere Weg sein. Auch beim Radwegenetz bestehe »deutlicher Verbesserungsbedarf«. Des Weiteren schlägt die Liste einen wöchentlichen oder monatlichen Bauernmarkt vor, um die regionalen Erzeuger und Betriebe zu stärken.

Um die Ortsbeiräte besser zu fördern, sollen die Ein-Euro-Mittel je Bürger auf zwei Euro aufgestockt werden.

Viele Zukunftsthemen würden bisher eher ausgesessen. Deshalb sollten sich die Bürger in Form eines Zukunfts- und Innovationsbeirats mit ihren Ideen und Wünschen besser einbringen können.

Auch digitale Angebote sollen als Ergänzung für Informationen hinsichtlich Gemeinde, Vereinsleben, Gewerbetreibenden und Tourismus genutzt werden. Des Weiteren könnte ein digitales Mängelmeldesystem etabliert werden. Dadurch hätten die Bürger die Möglichkeit, Schäden zum Beispiel an Straßen, Bürgersteigen und Straßenlampen ohne großen Zeit- und Bürokratieaufwand zu melden. So werde den Bürgern eine transparente Möglichkeit zur Nachverfolgung gegeben und die Verwaltung bezüglich Nachfragen entlastet.

Zudem will sich die Bürgerliste »für eine nachhaltige Rabenau« einsetzen. Angebote in den Bereichen Sport, Weiterbildung und Kultur sollen zusammen mit den Ortsvereinen ausgebaut und verbessert werden.

Im Bereich des Natur- und Umweltschutzes sollen zum Beispiel kostenloses Saatgut für Wildblumenwiesen angeboten, ein Waldlehrpfad eingerichtet und für eine sauberere Gemeinde zusätzliche Abfalleimer angebracht werden.

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