Mehr als »nur« Bauschutt-Recycling

  • vonVolker Heller
    schließen

Rabenau (vh). Das 3,4 Hektar große Gelände des ehemalige Basaltsteinbruchs an der Landesstraße L 3127 zwischen Geilshausen und Odenhausen steht als Gesamtheit aus technischen und geschichtlichen Gründen unter Denkmalschutz. Der ehemalige Tagebau ist wassergefüllt.

Für den aufgelassenen Geländeteil, der aktuell und auch weiterhin genutzt wird, soll der Flächennutzungsplan geändert und ein Bebauungsplan (Regelverfahren mit Umweltprüfung) aufgestellt werden. Die Nutzungsformen sind: Zwischenlager von Bauschutt und dessen Recycling, Lagern von energetischer Biomasse und deren Aufbereitung, Herstellen von Hackschnitzeln und Zwischenlagern von Mutterboden.

Ottmar Lich (FW) stellte anlässlich der Beratung in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung fest: »Das alles ist kein Sondermüll.« Jedoch halte er ein Lärmgutachten für sinnvoll, weil das künftige Baugebiet am Geilshäuser Friedhof in der näheren Umgebung liege. Es dürfe nur unbelastetes Holz und generell kein belastetes Material angeliefert werden, sagte Lich.

Lärm hält sich offenbar im Rahmen

Jürgen Bender (für die CDU) monierte, immer wenn ein Unternehmer etwas in Gang bringen wolle, lege man ihm Steine in den Weg. Bezüglich des Lärms gebe es gesetzliche Vorgaben und Behörden die das genehmigten. Bender: »Wir brauchen uns nicht kümmern.« Uwe Höres (SPD) meinte, Lärmschutz sei wohl nicht nötig, denn »richtiger Lärm« entstehe vielleicht ein-, zweimal im Jahr. Höres: »Man muss es nicht übertreiben.«

Bärbel Schomber (SPD), wohnhaft in Geilshausen, gab zu bedenken: »Der Betreiber recycelt ja schon. Ich habe noch von keiner Beschwerde gehört.« Man solle dem Betrieb keine Steine in den Weg legen. Lich pochte auf das Formale: »Die Bauleitplanung sollte für das Umfeld verträglich gestaltet sein.« Darin sehe er keinen Widerspruch zum Unternehmertum. Lich: »Wir wollen ja nichts kaputt machen. Es ist nie zu früh, solche Dinge zu erwähnen.«

Heinrich Nachtigall (CDU) fand Vorbehalte überflüssig. Seine Begründung: Alles, was noch zu regeln sei, werde in einem städtebaulichen Vertrag zwischen Betreiber und Gemeinde Rabenau festgelegt.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare