Markus Titz nimmt Abschied von der Politik

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Rabenau (vh). Ehrenamtliche Politiker, also Stadtverordnete und Gemeindevertreter, suchen allerorten Nachwuchs. Die Altgedienten verlassen die politische Bühne meist aus Altersgründen. Einer, der noch viele Jahre hätte machen können, hat jetzt dennoch seinen Rücktritt erklärt. Markus Titz, Ortsvorsteher in Geilshausen und Gemeindevertreter für die Freien Wähler, hat im Rahmen der Sitzung der Rabenauer Gemeindevertretung in der Sport- und Kulturhalle Rüddingshausen seinen Rückzug aus dem Gremium zum 31. August bekannt gegeben.

Aufgeben einfach so komme für ihn normalerweise nicht infrage, so Titz. Wenn das Ehrenamt einen aber zermürbe, sodass man schließlich im politischen Tun und Handeln keinen Sinn mehr erkenne, sei es wohl besser, man höre damit auf.

Glaubwürdigkeit vermisst

Sauer aufgestoßen sind Titz "politische Machenschaften" selbst im kleinen Rabenauer Parlament. Vollends zur Verzweiflung hat ihn die schier unendliche Geschichte mit dem Feuerwehrgerätehaus in seinem Wohnort gebracht. Ungezählte Sitzungen und Beschlüsse um einen Um-/Anbau oder Neubau habe man absolviert. Momentan wisse niemand, wie es damit weitergehen wird.

Wenn Gemeindevertreter über höhere Abgaben und Gebühren entschieden, würden sie aus der Bevölkerung beschimpft und sogar beleidigt. Er, Titz, sei in einem anonymen Brief als "Querulant und Politclown" betitelt worden. Derweil Gemeindeparlamente aus Kostengründen sich verkleinerten, würden umgekehrt etwa der hessische Landtag und der Bundestag stetig größer. Verdrossenheit eines ehrenamtlichen Kommunalpolitikers über die Berufspolitik ist für Titz ein zusätzlicher Grund zum Aufhören. Insgesamt vermisst Titz im Politikbetrieb Ehrlichkeit und Glaubwürdigkeit.

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