In Allertshausen werden fast alle Veranstaltungen zum 800-jährigen Bestehen des Dorfes in das kommende Jahr geschoben.
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In Allertshausen werden fast alle Veranstaltungen zum 800-jährigen Bestehen des Dorfes in das kommende Jahr geschoben.

Letztes Fünkchen Hoffnung verglüht

  • Thomas Brückner
    vonThomas Brückner
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Rabenau(tb). In der dritten Aprilwoche war’s, dass im Vorstand des Heimatvereins Allertshausen noch ein Fünkchen Hoffnung glimmte: Vielleicht, so die Macher der 800-Jahr-Feier, werde es ja doch noch was mit dem Höhepunkt des Jubiläumsreigens, dem Festzug.

Der war schließlich erst für Ende September geplant. Vielleicht, so gaben sich die Vorstandsmitglieder Dr. Roland Baetzel, Egon Kellermann und Kurt Hillgärtner zweckoptimistisch, lockere ja bis dahin das Coronavirus seinen "Würgegriff", um es etwas martialisch auszudrücken.

Freilich, das bekannte vor acht Wochen schon Rabenaus Altbürgermeister Kurt Hillgärtner im GAZ-Gespräch: "Die Chancen für den Festzug schätze ich als sehr gering ein." So ist es nun auch gekommen, vor wenigen Tagen, noch vor der am Mittwoch avisierten Verlängerung des Verbots von Großveranstaltungen über den 31. August hinaus, hat der Vorstand endgültig die Reißleine gezogen.

"Das neuartige Coronavirus hat uns weiter im Griff. Es ist derzeit nichts mehr so wie es wahr, und die Auswirkungen auf das gesamte öffentliche Leben kann jeder spüren. Keiner kann derzeit abschätzen, wie der weitere Verlauf der Pandemie sich entwickelt", wendet man sich an die Bürgerschaft. Schweren Herzens habe man daher beschlossen, (fast) alle in diesem Jahr geplanten Veranstaltungen ins kommende zu verschieben. Der Terminplan wurde bereits aufgestellt.

Dorfchronik noch erhältlich

Danach soll, zumindest Stand heute, der "Neustart" der Feier am 8. November 2020 mit der Fotoausstellung erfolgen. Weiter geht’s am 24. April 2021 mit dem Kommersabend im Bürgerhaus, bevor am 19. September der Stehende Festzug stattfindet; samt Fassbieranstich am Vorabend. Die Termine für das ausgefallene Chorkonzert des Gesangvereins Liederkranz und des Mandolinenclubs sowie für den Gemarkungsrundgang werden noch festgelegt.

"Es ist schade, dass die Feierlichkeiten anlässlich unseres Dorfjubiläums 2020 nicht wie geplant stattfinden können, aber oberste Priorität hat in dieser schwierigen Zeit nun einmal die Gesundheit aller Bürger und Bürgerinnen. Wir wollen mit den Menschen feiern und keine virtuellen Veranstaltungen durchführen", ist man sich im Vorstand des Heimatvereins einig.

Schließlich der Appell, die Anweisungen der Experten zur Eindämmung der Pandemie ernstzunehmen und danach zu handeln. "Die neue Währung unserer Zeit heißt Solidarität. Gemeinsam werden wir die Krise überstehen. Über 800 Jahre haben wir es in unserem Dorf geschafft, Höhen und Tiefen gemeinsam zu meistern."

Wie der Verein im Weiteren informiert, sind noch Festbücher vorhanden und käuflich zu erwerben. Bei Interesse schaut man bei Kurt Hillgärtner vorbei.

Inzwischen fertig gestellt sind die Schilder mit den Hausnamen. Sie sollen in den nächsten Wochen nach und nach in Absprache mit den Hausbesitzern angebracht werden. Wer sie selbst anbringen möchte, kann sie bei Gottfried Schneider, Allendorfer Straße 22, abholen. FOTO: HENSS

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