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»Kreuzacker« wird erweitert

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Von: Volker Heller

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Das Baugebiet »Kreuzacker I« (Hintergrund) wird entlang der Straße Am Stockacker um mindestens 13 Bauplätze erweitert. © Volker Heller

Rabenau (vh). Das Gemeindeparlament hat einstimmig die Aufstellung des Bebauungsplans für die bis zu 9000 Quadratmeter große Fläche »Kreuzacker II« zwischen der Straße Am Stockacker und dem Seniorenhaus Lumdatal beschlossen. Das Bauleitverfahren soll im beschleunigten Verfahren unter Beteiligung der Öffentlichkeit und Behörden (Stellungnahmen während der Offenlage) ablaufen.

Die Gemeinde kann sich, symbolisch gesprochen, getrost zurücklehnen und die Dinge auf sich zukommen lassen.

Für alle notwendigen Beschlüsse zum Verfahren sind weiterhin die politischen Gremien zuständig. Derweil wird auch die Gemeindeverwaltung nicht beansprucht.

Freie Stellen schneller besetzen?

Die Abwicklung des Verfahrens und die Erschließung des Baugebiets leistet eine 13-köpfige Erschließungsgemeinschaft, alles junge Leute oder Familien. Sie hatten den Bedarf nach Wohnraum in Rabenau erkannt und wollten der langjährigen Hängepartie, ob und wann das bestehende Baugebiet »Kreuzacker I« erweitert werden könnte, ein Ende bereiten. Gespräche mit den Grundstückseigentümern verliefen erfolgreich. Geplant ist nun ein allgemeines Wohngebiet mit ausreichenden Stellplatzflächen und Freiräumen. Ein- oder zweigeschossig darf gebaut werden, optisch orientiert am Baubestand »Kreuzacker I«.

Manchmal kann eine kleine Nachfrage eine große Wirkung haben. So geschehen jetzt im Gemeindeparlament. Lisa Langwasser (SPD) wollte unter dem Punkt »Anfragen« wissen, ob die Gemeindeverwaltung personell ausreichend besetzt sei. Bürgermeister Florian Langecker informierte, alle vorhandenen Stellen seien momentan besetzt. Er fügte noch an, dass auf dem Bauhof eine Stelle auszuschreiben sei und die neu zu schaffende Stelle des Jugendpflegers allein wegen der Organisation der diesjährigen Ferienspiele ebenfalls ausgeschrieben werden müsste. Jedoch wolle er abwarten, bis der Haushalt 2022 genehmigt worden sei.

Uwe Höres (SPD) zeigte Unverständnis. Wie er wisse, gehe diesen Herbst ein Maschinist des Bauhofs in Rente. Dessen Nachfolger solle gründlich eingearbeitet werden, daher müsse diese Stelle schnell neu besetzt werden. Langecker sagte auf Anfrage nämlich, dass mit der Haushaltsgenehmigung erst in etwa acht Wochen zu rechnen sei. Florian Schnecker (FW) vertiefte die personelle Bauhof-Materie. Dieses Jahr würden eigentlich zwei Bauhof-Posten neu zu besetzen sein: Die Nachfolge des Maschinisten und die kürzlich im Parlament beschlossene sechste Vollzeitstelle. Schnecker vertrat die Meinung, jeder neue Mitarbeiter sollte eine berufliche Spezialfertigkeit mitbringen. Außerdem sei der Arbeitsmarkt momentan schwierig. Daher sollten Einstellungen langfristig vorbereitet werden.

Christoph Nachtigall (BfRab) schlug vor, beim Landkreis nachzufragen, ob man nicht zeitnah ausschreiben könne, da der eingereichte Haushalt 2022 coronabedingt aller Voraussicht nach genehmigt würde. Dr. Roland Baetzel (SPD): »Wir sollten jede Woche nutzen und möglichst schnell eine Person finden.« Man könne doch unverzüglich mit der Suche beginnen und mit dem Arbeitsvertrag bis nach der Haushaltsgenehmigung warten. Langecker: »Der Kreis gibt uns keine Ausnahmegenehmigung.«

Markus Titz (BfRab) fragte, ob es noch die Vorbedingung gebe, dass neue Mitarbeiter auch Aktive der Feuerwehr sein sollten. Der Bürgermeister meinte, als ein Kriterium stehe das noch auf dem Papier, sei aber nicht zwingend. Die Hektik um Neubesetzungen verstehe er außerdem nicht. Auf dem Bauhof und im zuzuordnenden Bereich Liegenschaftsmanagement seien aktuell neun Personen beschäftigt.

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