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Kostentreiber machen Sorgen

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Rabenau (bf). Die CDU in Rabenau hat sich in einem Gespräch mit dem Kindergartenträger DRK als Träger der drei Kindertagesstätten über die aktuelle Situation informiert. Die Kommunalpolitiker stellten ihre Fragen vor dem Hintergrund stark gestiegener Ansätze des gemeindlichen Zuschusses zu den Kindertagesstätten.

Einig war man sich, dass der Träger qualitativ hochwertige Arbeit leiste und es für die Gemeinde durchaus Vorteile bringe, wenn man einen solchen Partner an seiner Seite hat. »Der vorgegebene Personalschlüssel für die Kindergartengruppen bleibt gleich, der Landeszuschuss ist jedoch für einen privaten oder freien Träger höher als unter kommunaler Trägerschaft«, erklärte der christdemokratische Landtagsabgeordnete Michael Ruhl.

Der Betrieb, die Koordinierung, das Fachwissen für die Steuerung und Lenkung und nicht zuletzt die Abrechnung der drei Einrichtungen »bindet hohe, fachlich versierte Personalressourcen, zu der die Verwaltung mit dem jetzigen Personalbestand aktuell gar nicht in der Lage wäre«, erklärte Bürgermeister Florian Langecker. Kindergärten ließen sich nicht nebenher betreiben. Mit dem DRK an der Seite, das auch in anderen Kommunen im Landkreis Kindertagesstätten betreibe, lassen sich Synergien erzeugen, von denen die Gemeinde profitiere.

Im Austausch

Alexander Mack vom DRK erläuterte den Haushaltsansatz. Hauptkostentreiber ist die neue Kindertagesstätte in Geilshausen, die erst anlaufen müsse. »Der Landeszuschuss wird stichtagsbezogen gewährt. Der Haushaltsansatz 2023 ist deshalb für die Kita Geilshausen nur mit einem geringeren anteiligen Landeszuschuss kalkuliert«, erklärte Mack. Zum Stichtag 1. März war die Einrichtung noch nicht voll belegt. Für die kommenden Jahre werde ein voller Landeszuschuss erwartet.

Weitere Kostentreiber seien die hohen Energiekosten und eine Lohnsteigerung, über die aktuell auf Bundesebene noch verhandelt werde. Außerdem wurde beim Haushaltsansatz die Umsetzung des Gute-Kita-Gesetzes mit allen personellen Anforderungen berücksichtigt - was sich mit 310 000 Euro auf den Haushalt auswirke.

Christian Betz, Vorstandsvorsitzender des DRK-Kreisverbandes, erklärte, es sei bewusst ein konservativer Kostenansatz gewählt worden, um sicherzustellen, dass es bei der Abrechnung am Jahresende, wenn der Gemeinde alle Kostenbelege vorgelegt werden, nicht zu Nachforderungen kommt.

Einig waren sich alle Beteiligten, im Austausch zu bleiben. CDU-Fraktionsvorsitzender Christoph Dietz und Gemeindeverbandsvorsitzender Bob Falk Thiel erklärten, es sei darum gegangen, »den hohen Haushaltsansatz kritisch zu hinterfragen und Möglichkeiten zu erörtern, wie der Gemeindezuschuss im Griff behalten werden kann«.

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