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Blick auf die Photovoltaikanlage auf dem Rabenauer Rathaus. FOTO: PM

Gut für Klima und Kasse

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Rabenau(tb). "Wenn wir schon das Rathausdach sanieren, dann aber energetisch" - so dachten sich wohl Rabenaus Bürgermeister Florian Langecker und Bauamtsleiter Thomas Mohr. Auf der Suche nach einem Partner, die klamme Gemeindekasse zwang dazu, wurden sie bei der Bürgergenossenschaft "Sonnenland" fündig. Die Busecker haben kürzlich auf der Gemeindeverwaltung eine Fotovoltaikanlage installiert und betreiben diese auch. Neben dem Gewinn für den Klimaschutz erhalte man zumindest Einnahmen aus der Verpachtung des Dachs, meinte Langecker. Anlass bot die offizielle Übergabe der Anlage durch die "Sonnenland"-Vorstände Franz Borgmann und Thomas Buchkamp.

Positiv hervorgehoben wurde dabei die hier gegebene Bürgerbeteiligung: So ist es möglich, schon kleinste dreistellige Anteile an der Genossenschaft zu zeichnen. "Eventuell später" erwägt das auch die Gemeinde.

Wie Borgmann erklärte, habe man die Anlage so gebaut, dass der grüne Strom zunächst für den Eigenbedarf genutzt werden kann. Sichergestellt für die nächsten 20 Jahre, unabhängig von gewiss steigenden Strompreisen (die "Leistungsgewährleistung" des Herstellers dieser Module liegt bei 25 Jahren). Die überschüssigen Kilowattstunden, gerade bei minimalem Verbrauch an Wochenenden, werden ins Netz eingespeist. Wie Langecker und Mohr auf Nachfrage sagten, wurden weitere kommunale Liegenschaften in Augenschein genommen, doch immer sprachen statische Gründe gegen die Installation der Solarpaneele. Die Leistung der Anlage bezifferte Borgmann mit rund 29 000 kW/h per annum. Ausgehend von den durchschnittlichen Kennzahlen in Deutschland erspart die Rabenauer Anlage jährlich 17,4 Tonnen Kohlendioxyd. Über 20 Jahre, als der für die Wirtschaftlichkeit zugrunde gelegten Anlagendauer, kämen somit rund 350 Tonnen zusammen. Die Amortisationsdauer der rund 27 000 Euro teuren Anlage liege für "Sonnenland" bei knapp 16 Jahren. Dabei seien alle Kosten berücksichtigt. Borgmann: "Der Vorteil für den Eigenverbrauch, der zugunsten der Gemeinde geht, ist dabei nicht eingerechnet."

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