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Auf 64 Hektar sollen junge Bäume unter alten Exemplaren nachwachsen.

Klagen über Holzpreis

  • VonVolker Heller
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Rabenau (vh). Der Rabenauer Bauausschuss hat auf seiner konstituierenden Sitzung Pamela Becker (Bürger für Rabenau) einstimmig zur Vorsitzenden gewählt. Ute Wissner wurde ihre Stellvertreterin. Die Schriftführung übernimmt Bauamtsleiter Thomas Mohr.

Rabenaus neuer Revierförster Thomas Kremberg, Nachfolger von Peter Krautzberger, informierte über den aktuellen Waldzustand. »Der Borkenkäfer fliegt weiter«, sagte Kremberg. Wegen ihrer relativ dünnen Rinde erlitten die älteren Buchen vermehrt Hitzeschäden.

Auf 64 Hektar Fläche solle quasi kostenfrei Naturverjüngung hochwachsen. Das Aufziehen von hoffentlich klimabeständigem Wald werde finanziell durch Bund und Land gefördert. Man müsse dafür Anträge stellen.

Seit Januar dieses Jahres seien 1238 Festmeter Holz aufgearbeitet worden. Bei einem Gesamterlös von 54 722 Euro betrage der durchschnittliche Preis pro Festmeter 44,20 Euro. Bis Monatsende kämen noch 2000 Festmeter geerntetes Fichten-Schadholz hinzu. Kremberg informierte, in der 2013 aufgestellten Forsteinrichtung für das Revier Rabenau stehe ein jährlicher Hiebsatz von 2508 Festmeter.

Heinrich Nachtigall (CDU) beklagte den schlechten Erlös beim Holzverkauf. Die USA importierten wahrscheinlich so viel Holz aus Deutschland, dass die Preise fielen. Uwe Höres (SPD) fiel in das Klagelied ein: »Wir nehmen jedes Jahr unendlich viel Geld in die Hand, aber es passiert nichts.« Förster Kremberg bedauerte die Situation. Jedoch seien das Forstamt und damit auch er selbst nicht mehr für den Holzverkauf der Gemeinde zuständig.

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