Auf dem Festplatz in Geilshausen standen zunächst Wohnmobile, dann sollte die Feuerwehr an dieser Stelle neu bauen. Nun kommt ein viergruppiger Kindergarten dort hin. FOTO: VH
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Auf dem Festplatz in Geilshausen standen zunächst Wohnmobile, dann sollte die Feuerwehr an dieser Stelle neu bauen. Nun kommt ein viergruppiger Kindergarten dort hin. FOTO: VH

Kita-Plan für Festplatz Geilshausen wird konkret

  • vonVolker Heller
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Rabenau(vh). Die Entscheidung für den Neubau eines viergruppigen Kindergartens auf dem Festplatz in Geilshausen deutete sich kürzlich anlässlich der Sitzung des Rabenauer Bauausschusses an. Abgestimmt wurde dabei nicht, es war wohl aber das richtungsweisende Stimmungsbild. Nun hat der Finanzausschuss bei zwei Enthaltungen einhellig diese Bauvariante so beschlossen. Die Investition wird einschließlich der Außenanlage (Spielgelände) mit zwei Millionen Euro veranschlagt. Gelingt das nun mit Hochdruck voranzutreibende Vorhaben, kann das Bauwerk zum Kindergartenjahr 2021/2022 bezogen werden.

Gebaut wird in Modulbauweise massiv - was einem Massivbau gleichwertig ist. Die sodann dritte Kita Rabenaus wird zwei Gruppen neu aufnehmen. Nach ihrer Fertigstellung wird von den derzeit sieben Gruppen in der Kita Rabennest (Londorf) eine Gruppe nach Geilshausen verlagert.

Für die vierte Gruppe wird im Gebäude der notwendige Raumbedarf vorgehalten. Michael Harnack (CDU) äußerte zwar Bedenken, über den gegenwärtigen Bedarf hinaus zu bauen. Karl-Heinz Till (Grüne) meinte, bisher seien in der Rabenau die Bedarfszahlen für Kita-Plätze ausschließlich nach oben geschnellt.

Lisa Langwasser (SPD) verwies auf das künftige Baugebiet am Steinesweg in Geilshausen (wird 2021 vermarktet). Eine Nachfrage für die Kita sei zu erwarten; ein viergruppiger Kindergarten sichere die Zukunft ab.

Finanzfachmann Karl-Heinz Weicker stellte fest: "Bis Ende des Jahres muss der Förderantrag für Bundesmittel abgegeben sein, wenn wir 2021 bauen wollen". 250 000 Euro Fördergeld stehe in Aussicht für je eine Gruppe. Rabenau kann also mit einem Zuschuss in Höhe der Hälfte der Investitionskosten rechnen. Weicker wie auch der Ausschussvorsitzende Ottmar Lich (FW) waren sich einig, die rasche Umsetzung des Plans könne nur in Modulbauweise gelingen.

Lich machte klar, nun sei ein vereinfachtes Baugenehmigungsverfahren erforderlich. Aufgrund der beim Landkreis bekannten Dringlichkeit neuer Kita-Belegplätze in Rabenau hoffe er, dass die Gießener Behörde mitspiele.

Jürgen Bender (CDU) fand es ungünstig, über etwas abzustimmen, "was wir nicht schwarz auf weiß haben". Von oben würden die Vorschriften gemacht, die Kommunen könnten sehen, wie sie mit der Finanzierung klarkämen. Bender: "Wir können keine vierstellige Grundsteuer erheben". Weicker informierte, vor dem Baubeginn müsse unbedingt der Zuwendungsbescheid gekommen sein. Das könne bis April 2021 dauern. Zunächst muss aber nun das Rabenauer Gemeindeparlament dem Beschluss des Finanzausschusses folgen. Das Gremium kommt am 6. November zusammen.

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