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Handwerklich gefertigte Gebrauchskeramik stellen Charlotte und Sigerd Böhmer im Hofgut Appenborn aus.

Keramik mit unverwechselbarem Dekor

  • VonVolker Heller
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Rabenau (vh). Die letzten Kraniche sind dieser Tage wahrscheinlich vorbeigezogen. Dann ist es wieder an der Zeit, sich im Hofgut Appenborn eine neue Atelierausstellung bei Karl-Heinz Till anzuschauen. Wiederum gibt es hier zwei Positionen zeitgenössischer Keramik.

Till, der im Holzbrennofen auf dem Außengelände frei aufgebaute Objekte herstellt, darunter Gefäße für den Gebrauch oder Objekte ohne erkennbare Verwendung (Dekoration), ist ein Verfechter von Unikaten. Zeichnungen von Till entstehen durch Auftragen von Pigment oder Asche mit der Rohrfeder auf einen Wachsuntergrund. Seine Gäste, die Eheleute Charlotte und Sigerd Böhmer (beide mit Meisterprüfung an der Fachschule für Keramikgestaltung, Höhr-Grenzhausen) fertigen Gebrauchsgeschirr vom Eierbecher bis zum Brotkasten. Kleine originelle Einzelstücke, witzige Figuren, etwa ein Leuchtturm auf Rädern, ergänzen ihr Angebot. Sie produzieren kleine Serien der Rohformen des jeweiligen Produkts. Das geht schnell von der Hand. Was diese Gegenstände nachher unverwechselbar macht, ist das Dekor. Mit viel Fantasie und noch mehr Zeit wird in vielen Arbeitsschritten sowie unterschiedlichen Techniken schichtweise dekoriert. Benötigt werden etwa Wachs, Stempel, Pinsel oder Malbällchen (Engobenmalerei). Unikate sind diese Produkte auch, aber nicht wegen der Form, sondern aufgrund unterschiedlicher Muster.

Geöffnet am 20./21. November (Sa./So.) jeweils von 14 bis 17.30 Uhr (2G) sowie nach Vereinbarung unter Tel. 0 64 07/12 93 (dann auch 3G).

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