Alsfelder Straße

Keine neuen Kanalrohre bei grundhafter Erneuerung

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Rabenau (vh). Im Zuge der grundhaften Erneuerung der Alsfelder Straße in Kesselbach haben die gemeindlichen Ausschüsse für Finanzen und Bauen jetzt über den möglichen Austausch des Hauptkanals diskutiert. Marc Müller vom beauftragten Ingenieurbüro Müller trug die Sachlage vor. 1994 sei der Durchmesser des Kanals berechnet und für zu gering befunden worden. Müller schlug vor, diesen Nachweis zu aktualisieren. Das koste zwar zwischen 6000 und 10 000 Euro, biete aber mehr Sicherheit. Aktuell beträgt die Kanaldimension DN 250. Im Falle einer Neuverlegung mit DN 400 wären 450 000 Euro in den Doppelhaushalt 2019/2020 einzustellen.

Plädoyer für "Mittelweg"

Uwe Höres (SPD) brachte die Gefahr durch Starkregenereignisse ins Gespräch (Alsfelder Straße ist größtenteils sehr abschüssig). Bauamtsleiter Thomas Mohr gab bekannt, ihn habe bisher noch keine Meldung über einen Rückstau während Stark-regens erreicht. Er plädierte bei der Durchmesserfrage für einen "Mittelweg" und riet ab, "Riesenkanäle" zu bauen. Überdies befinde sich an der Einmündung zur Steinstraße eine Regenentlastungsanlage mit Abfluss in den Kesselbach.

Müller erläuterte weiter, der Hauptkanal, ein Betonrohr, sei baulich in einem guten Zustand. Mutmaßlich liege das an der sorgfältig ausgeführten Bettung. Müller: "Sonst hätten wir heute Schäden." Lediglich einige Hausanschlüsse müssten repariert werden. Die Ausschüsse mussten abwägen, ob man den Kanal aufgrund des guten Zustands liegen lasse oder, einem bisher fehlenden Wetterereignis vorbeugend, mit größerer Dimension für teures Geld neu verlege. Höres nannte die Entscheidung "Risiko abwägen". Einstimmig gaben beide Ausschüsse der kleinen Lösung den Vorzug. Das Ertüchtigen des Hauptkanals (Hausanschlüsse) kostet nur 100 000 Euro.

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