Keine Einigung auf "schlankeres" Parlament

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Rabenau(vh). In der politischen Gemeinde Rabenau gibt es derzeit 23 Mitglieder im Parlament. Über eine personelle Verschlankung hat der Finanzausschuss diskutiert und kein Ergebnis vermeldet. Die vier Fraktionen sollen zunächst für sich beraten. Zuletzt wurde die Anzahl der Gemeindevertreter per Beschluss im März 2015 von 27 auf 23 abgesenkt. Laut Bürgermeister Florian Langecker kommt der Vorschlag zur erneuten Minderung aus dem Hauptamt der Gemeindeverwaltung.

Edwin Schnell (FW) lehnte das ab wegen der Arbeitsbelastung für jeden Einzelnen. Bärbel Schomber (SPD) war dagegen, schließlich müssten Gemeindevertreter auch noch Ausschüsse besetzen. Karl-Heinz Till (Grüne) meinte, die Zahl 23 sei notwendig, da bei der nächsten Kommunalwahl (womöglich eine weitere Partei hinzukommen könnte. Heinrich Nachtigall (CDU) erkannte die Arbeitsbelastung an, konnte sich eine geringfügige Verschlankung aber vorstellen.

Der Ausschuss fasste einstimmig den Beschluss, die Kanalsanierung der Zustandsklassen O und 1 (sofortiger Handlungsbedarf) für Misch- und Schmutzwasserkanäle in Londorf noch dieses Jahr anzuschieben. Das beauftragte Ingenieurbüro Grohmann hatte zuvor im Bauausschuss eine ausführliche Zustandsbeschreibung gegeben und mindestens 650 000 Euro für die Sanierung kalkuliert. Im Haushalt sind sogar eine Million Euro dafür vorgesehen.

Ausschussvorsitzender Ottmar Lich (FW) monierte den aktuellen Landesentwicklungsplan. Die Gemeinde Rabenau sei darauf ein "weißer Fleck". Er schlug vor, zusammen mit Allendorf, Staufenberg und Lollar in Wiesbaden ein interkommunales Mittelzentrum zu beantragen. Die Erfolgsaussichten betrachtete man eher kritisch. Lich: "Wir sollten es versuchen".

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