"Jubiläum" in Rabenau

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Morgen Nachmittag ist es so weit, heißt es wieder: "Ohren zu und durch!" Mit markerschütternden Böllerschüssen macht dann der SV Londorf auf den Michaelismarkt aufmerksam. Sind Schall und Rauch vergangen, wird der neue Ortsdiener Michael Kuster zum regen Besuch auffordern. Verbunden ist dies – auch das eine liebenswerte Tradition – stets mit humorvollen Anekdoten aus dem Dorfgeschehen.

Morgen Nachmittag ist es so weit, heißt es wieder: "Ohren zu und durch!" Mit markerschütternden Böllerschüssen macht dann der SV Londorf auf den Michaelismarkt aufmerksam. Sind Schall und Rauch vergangen, wird der neue Ortsdiener Michael Kuster zum regen Besuch auffordern. Verbunden ist dies – auch das eine liebenswerte Tradition – stets mit humorvollen Anekdoten aus dem Dorfgeschehen.

Zu den vornehmsten Aufgaben des Ortsdieners zählt, an die Wurzeln des Festes zu erinnern. Wofür er die Urkunde verliest, mit der anno 1812 Ludwig Großherzog von Hessen-Darmstadt den Londorfern das Recht verliehen hatte, dreimal jährlich einen Markt abzuhalten. Doch nicht sehr lange nutzten die das Privileg. 1989 erst ließ der damalige Bürgermeister Wilfried Eckl die Tradition wieder aufleben.

"Rabenauer Michel"

Also feiern die Menschen im Lumdatal heuer ihren 30. Michaelismarkt. Mit dem unrunden Jubiläum einher geht eine durchaus einschneidende Veränderung, wird doch erstmals nur noch am Sonntag Markt gehalten, der Samstag entfällt. Womit die Gemeinde einem Wunsch der Bevölkerung, insbesondere der Vereine, entspreche, wie Bürgermeister Florian Langecker erklärt. Doch reagiert man auch auf das abnehmende Interesse der Händler. Die machten auch in Londorf am ersten Tag bei rückläufigem Besuch immer schlechtere Geschäfte.

Zwar etwas verändert, bleibt es doch bei den tragenden Säulen des Konzeptes. Und so wird auch in diesem Jahr nach der Rundreise des Ortsdieners am Freitag ab 20 Uhr auf dem alten Schulhof der Markt eröffnet. Mit Fassbieranstich, Musik der "Pfefferbeißer" und Verleihung des "Rabenauer Michel" an einen oder mehrere verdiente Bürger.

Der Samstag, 8. September, bringt dann erwähnte Neuerung: Heimische Vereine laden ab 18 Uhr zum Dorffest in der Marburger Straße und auf dem Schulhof ein. Die Böllerschützen und Alphornfreunde Ohmtal sind auch dann mit von der Partie.

Am Sonntag, 9. September, findet ab 10 Uhr der Krämermarkt in der Marburger Straße und um den alten Schulhof herum statt. Der Händlernachwuchs übt sich beim Kinderflohmarkt in der Gartenstraße 5. "Es haben sich mittlerweile knapp 70 Beschicker angemeldet", konnte gestern Marktmeister Jürgen Kuhl vermelden.

Der Sonntag beginnt um 9.30 Uhr mit einem Gottesdienst am Schulhof unter Mitwirkung des Liederkranz Allertshausen. Es folgt der Frühschoppen, umrahmt von der Combo "Two on the road". Als Walking Act ziehen die "Dreispitzmusikanten" durch die Budengassen. Die Vereine informieren derweil über ihre Aktivitäten, "Rabenau Ehrenamtlich aktiv" etwa wird den neuen Bürgerbus vorrstellen.

"Der Michaelismarkt gilt als eine der herausragenden Veranstaltungen im Lumdatal, der nicht nur von den Bürgern aus Rabenau und dem Lumdatal gerne besucht wird, sondern Menschen aus dem ganzen Kreisgebiet anspricht", stellt Bürgermeister Florian Langecker heraus. Auf dem Markt könne jeder etwas finden, was ihm Spaß macht und interessiert – "und wenn es abseits des Alltags einfach nur die Begegnung und der lockere, entspannte Austausch mit anderen Besuchern ist."

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