Karl-Heinz Till bei der Arbeit im Hofgut Appenborn. FOTO: PM
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Karl-Heinz Till bei der Arbeit im Hofgut Appenborn. FOTO: PM

Jedes Stück ein Unikat

  • vonVolker Heller
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Rabenau(vh). Im Frühherbst, wenn die ersten Kraniche das Hofgut Appenborn auf ihrem Zug nach Süden überfliegen, öffnet Karl-Heinz Till normalerweise seine Atelierausstellung mit eigenen Keramiken und den Werken eines weiteren Kollegen. Weil aber der jährliche Keramikmarkt im Frühjahr wegen Corona ausgefallen ist, hat Till diesmal viele Künstler eingeladen. Und so heißt die aktuelle Ausstellung: "With a little help from my friends - eine Keramikausstellung der Extraklasse".

Gastgeber Till zeigt in jener Ausstellung ab kommendem Samstag Gefäße und Objekte aus dem Holzbrennofen. Seine Arbeiten sind frei aufgebaut und werden bei einer Temperatur von knapp 1400 Grad gebrannt. Jedes Stück ist ein Unikat. In seinen neuen Zeichnungen werden auf einem Wachsuntergrund mit der Rohrfeder Farbe, gelöste Pigmente oder Asche aufgetragen. So entstehen Zeichnungen, die an Gedichte erinnern.

Monika Debus ist mit kleinen Wandplastiken sowie Vasen und bemalten Platten und Tellern vertreten. Christiane Riemann präsentiert modern gestaltetes Porzellan. Seit zehn Jahren auch auf dem Keramikmarkt dabei, überrascht sie stets mit neuen Arbeiten. Karin Schweikhard ist mit Steinzeugkeramik vertreten; Schalen, Platten, Becher und Teller mit aufwendig gestalteten Oberflächen (Wachsausspartechnik) meist mit Shino- und Seladonglasuren.

Michael Limbeck bringt eine Auswahl seiner eigenwilligen, überwiegend im Holzofen gebrannten Objekte mit. Sebastian Scheid wird neben Porzellanbechern und Dosen auch einige seiner neuen kraftvollen, aus dem massiven Tonblock geschnittenen und geformten Gefäße dabei haben. Fritz Rossmann dreht seine Porzellangefäße hauchdünn und geht dabei an die Grenzen des technisch Möglichen. Ebenfalls werden einige seiner neuen Arbeiten aus eingefärbtem Porzellan zu sehen sein.

Die Ausstellung wird am Samstag, 3. Oktober, um 15 Uhr eröffnet und läuft bis 11. Oktober. Öffnungszeiten sind samstags und sonntags jeweils von 14 bis 17.30 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung (Tel. 06 40 7/12 93). Ein Mund-Nasen-Schutz ist Pflicht.

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