Blick in die Ausstellung historischer Fotos. FOTO: VH
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Blick in die Ausstellung historischer Fotos. FOTO: VH

"Hauptsache, es gefällt uns hier"

  • vonVolker Heller
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Rabenau(vh). Allertshausen feiert 2020 das 800-jährige Dorfjubiläum. Auftakt für den abwechslungsreichen Programmreigen bildete am gestrigen Sonntag ein Empfang im Dorfgemeinschaftshaus, bei dem auch buchstäblich mit einer Bilderausstellung Einblicke in die jüngere Geschichte des Rabenauer Ortsteils gewährt wurden.

Viel Aufhebens um ein Datum

Dem voraus ging ein Festgottesdienst in der über 100 Jahre alten evangelischen Kirche, gehalten von Pfarrer Jörg Gabriel. Beim anschließenden Empfang durfte sich Dr. Roland Baetzel, Vorsitzender des im Vorfeld gegründeten Heimatvereins Allertshausen, über einen regen Besuch freuen.

In seiner Begrüßung nahm er des Pfarrers Worte von zuversichtlicher Erwartung aufs Jubiläumsjahr nochmals auf. Baetzels Stellvertreter und Ortsvorsteher Egon Kellermann ergänzte sinngemäß: "Wir haben uns viel vorgenommen. Mitarbeit ist daher wichtig."

Vereinskassenwart und Rabenaus Altbürgermeister Kurt Hillgärtner machte hernach Werbung für das Jubiläumsbuch. Es ist über 200 Seiten dick und reich bebildert. Inhaltsvolle Texte wurden verfasst und Dokumente aufgenommen. Zwei Varianten sind erhältlich: Sofort als Paperback für 19,50 Euro und in Kürze als Hardcover für 29,50 Euro, jeweils im Format DIN A4. Hilfestellung bei dieser Fleißarbeit, auf die man im Heimatverein zu Recht stolz sein kann, gab Werner Heibertshausen von der Arbeitsgemeinschaft Heimatgeschichte Allendorf/Lumda.

Hillgärtner erwähnte mit einem Augenzwinkern, man könne 2022 freilich nochmals feiern, dann größer, nämlich 1200 Jahre Dorfbestehen. Historiker hätten unterschiedliche Meinungen über das tatsächliche Alter. Es gebe die Erwähnung aus dem Jahr 1220, demnach wäre 800 richtig, und eine Datierung zwischen den Jahren 802 und 842, der Mittelwert davon sei 1200. Allerdings sei die damalige Schreibweise des Ortsnamens bei der älteren Datierung nicht eindeutig an Allertshausen festzumachen. Die Erwähnung aus dem 9. Jahrhundert sei ihm zunächst offiziell bestätigt und erst Jahre später widerrufen worden. Hillgärtner fand das "etwas kleinkariert". So viel Aufhebens um eine so kleine Ansiedlung. "Hauptsache ist doch, es gefällt uns hier oben". Die Versammlung stärkte sich nach dem Sekt mit einer deftigen Suppe.

Das weitere Festprogramm: 25. April, Kommersabend im Dorfgemeinschaftshaus; 16. Mai, Gemarkungsrundgang, im Anschluss Maisingen am Dorfteich; 19. September, Fassanstich am Dorfteich; 20. September, Stehender Festzug; 7. November, Konzert des Gesangvereins und Mandolinenclubs in der Kirche; 8. November, Fotoausstellung im DGH.

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