Konzentration ist das A und O: Einsatz für das "Burgteam II" auf der Minigolfanlage in Londorf. FOTO: VH
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Konzentration ist das A und O: Einsatz für das "Burgteam II" auf der Minigolfanlage in Londorf. FOTO: VH

Großer Spaß für kleines Geld

  • vonVolker Heller
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Rabenau(vh). Golfspielen zählt eher nicht zum Standard-Freizeitvergnügen für "Otto Normalverbraucher". Die oft stundenlange Geduldsprobe, über eine ordentliche Entfernung einen wenige Zentimeter starken Ball in ein nur leicht größeres Loch zu schlagen, gar mit einem Ass, wirkt häufig wie Meditation für englische Snobs. Um gar die Golfregeln zu verstehen, gegen die einst Sean Connery als James Bond und Gert Fröbe alias Goldfinger grob verstießen, bedarf es umfangreicher Kenntnisse.

Verkehrsverein lobt Turnier aus

Wie herrlich unkompliziert ist dagegen ein Besuch der Zwölf-Bahnen-Minigolfanlage im Burggarten in Londorf. Zwischen Biergarten und schattigen Bäumen gelegen, braucht es keine große Ausstattung. Für Laien scheint zwar selbst die Miniaturausgabe des Ein-lochens kaum kinderleicht, doch Kinder dürfen hier durchaus ran. Man benötigt "nur" etwas Geschicklichkeit. Waghalsige Schlägerschwünge für Stundenkilometer schnelle Bälle sind fehl am Platze.

Seit 2003 veranstaltet der Verkehrsverein Rabenau ein Minigolfturnier für jedermann. Der damalige Landrat Willi Marx stiftete seinerzeit einen Wanderpokal für den Teamsieger. Landrätin Anita Schneider führte diese Tradition fort. Jetzt drehte sich wieder einmal alles um die geringste Anzahl von Schlägen pro Runde und Mannschaft oder Einzelspieler. Golf und sein Ableger haben offenbar die Geschlechterquote gemeinsam: Frauen sind in der Unterzahl. Dafür sind alle Schiedsrichter im Burggarten weiblich: Ute Wissner, Petra Aumann, Andrea Tischler und Susanne Schmidt. Im Wochenverlauf wurden zehn Mannschaften zu je vier Spielern über den Parcours gelotst. Der Spaß kostet jede Mannschaft schlappe 7 Euro Teilnahmegebühr. Beim Ortstermin am Samstag war das Burgteam II mit Kevin Schneider, Michael Mix, Daniel Schmidt und Valentin Baumbach an der Reihe. Da ging es konzentriert zur Sache. "Hätte" und "wäre" wurden vorzugsweise geäußert. Baumbach kündigte etwa jeweils den ersten Schlag vorlaut als Probe an und lieferte dummerweise insgesamt vier Asse außer Konkurrenz.

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