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Im Gemeindeparlament der Rabenau hat man sich auf einen Grundsatzbeschluss geeinigt, im Bereich "Im Londörfer Feld" unterhalb des Friedhofs (die Hecke auf dem Foto) in Geilshausen ein zwei Hektar großes Baugebiet auszuweisen. FOTO: VH

Geilshausen soll wachsen können

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Rabenau(vh). Im Gemeindeparlament der Rabenau hat man sich am Freitag auf einen Grundsatzbeschluss geeinigt, den Bereich "Im Londörfer Feld" unterhalb des Friedhofs in Geilshausen ein zwei Hektar großes Baugebiet auszuweisen. Bürgermeister Florian Langecker erläuterte Einzelheiten: Im Rathaus hätten zwei private Investoren ihr Interesse bekundet, die Fläche zu erwerben und zu entwickeln. Die Gemeinde Rabenau veranlasse lediglich die Bauleitplanung hierzu. Der Gemeindevorstand wolle mit den Investoren Gespräche führen. Bei dem Beschluss gab es lediglich eine Neinstimme und eine Enthaltung.

Gewerbegebiet in Odenhausen?

Michael Harnack (CDU) erinnerte daran, dass ein Baugebiet ursprünglich am südlichen Ortsausgang bei der alten Molkerei angedacht gewesen sei. Dafür habe seinerzeit sogar der Ortsbeirat gestimmt. Bärbel Schomber (SPD) meinte, in Geilshausen gebe es keine Bauplätze mehr, aber eine große Nachfrage. Tina Reinhardt (CDU) beklagte: "Odenhausen wird schon wieder übergangen." Der Bürgermeister erläuterte, dass bei der alten Molkerei aufgrund des landwirtschaftlichen Betriebs in diesem Bereich kein Baugebiet möglich sei. In Odenhausen entscheide sich möglicherweise kurzfristig, ob unterhalb der Landesstraße (L 3127) ein Gewerbegebiet ausgewiesen werde. Für diesen Fall räumte Langecker die Möglichkeit ein, zwischen Gewerbefläche und DGH auch ein Baugebiet auszuweisen. Jürgen Bender (CDU) sprach von zwei Interessenten für ein Gewerbegebiet, nannte aber keine Namen. "Ich hoffe, dass die bei der Stange bleiben." Bender meinte, so sei beides möglich: das Baugebiet am Friedhof und das an der Landesstraße.

Zu einem anderen Thema hat das Parlament die Planung dagegen wieder abgebrochen: Einstimmig wurde die Aufhebung eines im Herbst 2018 angeschobenen Bauleitverfahrens beschlossen. Es ging um das Sondergebiet Caravan/Mobilhome, eine zusätzliche Ausstellungsfläche der Firma Müller an der Straße "Zum Zollstock" in Geilshausen. "Die Sache hat sich zerschlagen", sagte Langecker. Die Firma hat sich woanders hin orientiert.

Auch eine Personalentscheidung stand an: Michael Harnack (CDU) ist in den Vorstand des Zweckberbandes "Wasserversorgung Dieberggruppe" berufen worden. Das Parlament hat sich mehrheitlich für Andre Jost aus Geilshausen zum Nachrücker in die Verbandsversammlung ausgesprochen.

Einstimmig brachte das Parlament die Kanalsanierung der Schadensklassen "0" und "1" in Londorf auf den Weg. Eine Million Euro stehen im Haushalt dafür bereit. Mindestens 600 000 Euro soll die Maßnahme kosten. Edwin Schnell (FW) regte an, Fördermittel zu beantragen. Langecker sagte, momentan gebe es kein offizielles Förderprogramm für diesen Zweck.

Für März/April kündigte der Bürgermeister das Konsolidierungskonzept für den Haushalt zur Vorlage bei der Kommunalaufsicht an. Daraufhin könne sich womöglich eine Härtefallregelung für Rabenau ergeben - und somit Fördergeld.

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