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Die Band Rabenjazz spielt vor vollem Haus in Odenhausen. FOTO: VH

Von Fußballwahn bis Gershwin

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Rabenau(vh). Die Formation "Rabenjazz" um Kalle Pfeil (Altsaxofon) ist vielen Musikliebhabern als schönes Beiwerk bekannt, etwa zum jährlichen Auftakt des Kunstforums im Bürgersaal Londorf. Am 7. Februar ist Rabenjazz für den Neujahrsempfang in Allendorf/Lumda gebucht.

Doch es geht auch anders. Odculture, die Kulturreihe im Alten Schulsaal Odenhausen, präsentierte nun "Jazz & Ringelnatz". Rabenjazz spielte abendfüllend - natürlich Jazz, Swing, Blues, Dixieland und Bossa Nova. Peter Radestock rezitierte Gedichte von Joachim Ringelnatz. Die Band nahm den musikalischen Faden auf. Dem Publikum im ausverkauften Saal gefiel diese erstmals gebotene Mischform.

Ameisen bei Altona

Ringelnatz hat wahre Kleinode verfasst, etwa "Die Ameisen": "In Hamburg lebten zwei Ameisen, die wollten nach Australien reisen. Bei Altona auf der Chaussee, da taten ihnen die Beine weh. Und da verzichteten sie weise, dann auf den letzten Teil der Reise. So will man oft und kann doch nicht. Und leistet dann recht gern Verzicht." Rabenjazz legte nach mit "On the sunny side of the street" von Jimmy McHugh.

Ringelnatz konnte sich auch richtig austoben, etwa im Gedicht "Fußballwahn". Rabenjazz spielte darauf "I got Rhythm" von Gershwin. Insgesamt hörte man 21 Ringelnatz-Gedichte und 21 Musikstücke. Bei Rabenjazz spielte Martin Bergmann (Gitarre), Stefan Blahowwetz (Keyboard), Peter Kudra (Posaune), Mario Kräupl (Sousafon). Peter Radestock war zuletzt Oberspielleiter am Landestheater Marburg. Seit 2008 ist er freischaffend.

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