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"Durchgebrannt": Der beliebte Keramikmarkt und seine ungewisse Zukunft

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Er gehört inzwischen zu den beliebtesten Veranstaltungen im Kreisgebiet: Der Keramikmarkt "Durchgebrannt" auf dem Hofgut Appenborn in der Rabenau. Was Karl-Heinz Till, Karin Schweikhard und Michael Limbeck dort geschaffen haben, dem gebührt alle Anerkennung.

Klein haben sie angefangen, dann ist der Keramikmarkt gewachsen und gewachsen, lockt Tausende Besucher in die Rabenau und zuletzt 38 Aussteller aus ganz Deutschland und den Benelux-Ländern. Um den Ansturm bewältigen zu können, wird seit Jahren ein Shuttleservice von Londorf aus angeboten. Die interessante Mischung macht den Markt aus, und das wird breit anerkannt.

Die beiden Keramiker Schweikhard und Limbeck haben ihre Werkstatt in Homberg/Ohm-Maulbach und haben bisher mit Till, der auf dem Hofgut wohnt, zusammen die Organisation gestemmt. Sie haben viel Herzblut da reingesteckt, sagte Michael Limbeck am Pfingstwochenende. Es sei aber sehr anstrengend für die drei, all die notwendige Infrastruktur herbei zu schaffen.

Ja, es gibt Helfer. Auf dem Wiesenparkplatz zum Beispiel, dort helfen Einweiser. Und der Verkehrsverein beteiligte sich, die Dorfgemeinschaft Odenhausen ebenfalls. Aber dennoch wird es in vielen Gesprächen in den kommenden Tagen und Wochen um die Zukunft dieses beliebten Marktes auf dem Hofgut Appenborn gehen. Denn Limbeck und Schweikhard sind "etwas müde" geworden und wollen sich aus der Organisation zurückziehen. Karl-Heinz Till meint, "wir sind Opfer des eigenen Erfolgs geworden".

Till möchte schon weitermachen, aber alleine kann er "Durchgebrannt" in der historischen Kulisse des 1708 erbauten und schon von Rainer Maria Rilke besuchten Hofguts Appenborn nicht stemmen, er benötigt Unterstützung. So viel steht fest.

Vielleicht finden sich ja neue Mitstreiter, die den Keramikmarkt künftig tatkräftig unterstützen. Erste Gespräche hat es gegeben, spruchreif ist noch nichts. Wer auch immer da jetzt hin und her überlegt, wie der Markt gerettet werden kann, sollte dabei einen Rat des Ehrenbürgermeisters Kurt Hillgärtner beherzigen, der "Durchgebrannt" als einen bedeutenden Faktor für den Tagestourismus erkannt hat. Die Veranstaltung sei gut für die Rabenau. (vh/Foto: vh)

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