Brand in Londorf: Gebäude war nicht mehr zu retten

Rabenau (ast). In den letzten Minuten des abgelaufenen Jahres hat sich in Londorf ein Unglück zugetragen, das zumindest den Bewohnern der umliegenden Straßen die Lust an Knallern und Feuerwerksraketen gründlich austrieb. Weithin sichtbarwütete kurz vor Mitternacht ein Feuer am nördlichen Ortsrand von Londorf, das ein Anwesen im Reisiger Weg bis auf die Grundmauern zerstörte.

Um Viertel vor Zwölf meldeten sich vermutlich Anwohner des Reisiger Weges bei der Feuerwehr. Da stand das Gebäude mit anliegendem Lagerhaus bereits an der vorderen Fassade und dem Dachstuhl in hellen Flammen. Über 90 Feuerwehrkräfte aus Rabenau, Grünberg und Allendorf/Lumda eilten zur Brandstelle, doch alle Versuche, das Haus zu retten, scheiterten. Nach mehreren Stunden unermüdlichen Einsatzes war das Feuer gelöscht. Vom Haus ist nur ein verkohltes Gerippe übriggeblieben.

Das alleinstehende, teilweise in Fachwerkbauweise erstellte Anwesen auf einer Anhöhe direkt hinter der stillgelegten Bahntrasse wurde von einem 72-jährigen Mann und seiner 64-jährigen Ehefrau bewohnt. Die beiden betrieben einst in Rabenau ein kleines Umzugsunternehmen. Laut Polizei ist das Paar wohlauf und vorübergehend im Haus der Tochter untergebracht.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei entstand das Feuer auf einem Balkon im Obergeschoss. Von dort breiteten sich die Flammen sehr schnell aus und griffen schließlich auf das gesamte Anwesen über. Den entstandenen Sachschaden schätzte die Polizei auf mindestens 100 000 Euro. Als mögliche Brandursache könne eine verirrte Silvesterrakete nicht ausgeschlossen werden.

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