"Quellen sterben in ungeahntem Umfang"

  • vonred Redaktion
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Gießen(pm). Die Schutzgemeinschaft Vogelsberg (SGV) bittet um Mithilfe beim Erfassen von Wasserständen in Gewässern und Biotopen. Wie notwendig das sei, zeige sich in diesem Sommer wieder, erklärt die Vorsitzende Cécile Hahn. Denn das mittlerweile dritte trockene Jahr im Großraum Vogelsberg lasse Bäche und Quellen "in ungeahntem Umfang sterben". Gleichzeitig würden von den großen Wasserwerken "größtmögliche Grundwassermengen für den Export in den Ballungsraum abgepumpt", schreibt Hahn mit Blick auf das Rhein-Main-Gebiet.

Deshalb seien in den jeweiligen Einzugsbereichen Gewässer, Nass- und Feuchtbiotope und das Grundwasser besonders gefährdet. Die SGV kämpft dafür, dass die Fördermengen gerade in sommerlichen Trockenperioden spürbar reduziert werden. Dafür muss sie mit Fakten aufwarten. Der Verein benötigt einen Überblick über die tatsächlichen Wasserverhältnisse auch in den sich an den Vogelsberg anschließenden Gebieten im Landkreis Gießen.

Da die Daten, die seitens der Wasserwerke und der Behörden verfügbar gemacht werden, nicht ausreichend seien, sollen eigene erfasst werden. Die Schutzgemeinschaft ruft dazu auf, Gewässer und wasserabhängige Biotope zu beobachten. Besonders wichtig seien Angaben über das Austrocknen sowie über das Versiegen von Quellen. Die Informationen sollten eine genaue Angabe des Standortes, das Datum der Beobachtung und wenn möglich ein Foto enthalten. Für Rückfragen sollten Name und Telefonnummer oder E-Mail-Adresse angegeben werden. Die Beobachtungen gehen per E-Mail an info@sgv-ev.de. Die Postadresse der Geschäftsstelle lautet Goethestraße 4, 63679 Schotten.

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